Lexika

Art

Art

Art nennt man in der Logik eine Klasse von Gegenständen, die in den Umfang einer größeren Klasse von Gegenständen eingeht, die die Gattung heißt, z. B. sind die stumpfwinkligen Dreiecke eine Art, die zur Gattung der Dreiecke gehört.

Der logische Begriff Art ist nichts Starres, das einseitig eine bestimmte Gruppe von Gegenständen charakterisiert. Er besagt nur, dass es zu einer gegebenen Klasse von Gegenständen ein Klasse mit größerem Umfang gibt. Umgekehrt sind deshalb viele Arten ihrerseits Gattungen in bezug auf Klassen von Gegenständen mit kleinerem Umfang.

Artbegr

Artbegriff

Begriff, der (möglichst wesentliche Merkmale einer Klasse von Gegenständen abbildet, die Art irgendeiner Gattung sind. Der Artbegriff ist ein untergeordneter Begriff, der in einem allgemeineren, den Gattungsbegriff eingeht.

Artbegriffe werden auch Unterbegriffe genannt.

Allen Gegenständen, die im Artbegriff abgebildet werden, kommen alle Merkmale des Gattungsbegriffes zu, zusätzlich aber zur Unterscheidung von den anderen Arten noch eigene Artmerkmale. Ein und derselbe Begriff, mit Ausnahme von Individuenbegriffen und den maximal umfassenden Begriffen, den Kategorien kann sowohl Artbegriff als auch gleichzeitig Gattungsbegriff sein, je nach dem Begriff in bezug auf den er betrachtet wird.

Artunter

Artunterschied

Artunterschied (differentia specifica) heißt ein Merkmal, durch das sich Gegenstände der einen Art von Gegenständen anderer Arten unterscheiden, die zur selben Gattung gehören. Alle Gegenstände und Erscheinungen, außer denen, die maximalen Umfang aufweisen, lassen sich über die nächste Gattung und den Artunterschied definieren.

Aschluss

Analogieschluß

Der Analogieschluß ist nach Carnap einer der Haupttypen des ny&;ya-Schule eine gewichtige Rolle.

Assertiv

Assertive Äußerungen

Assertive Äußerungen (auch: repräsentionale) bilden in der Sprechakttheorie eine der Klassen performativer Äußerungen. Entsprechend den performativen Verben spricht man auch von assertiven Verben.

Beispiele für assertive Äußerungen sind:

Eine saubere Unterscheidung der assertiven Äußerungen von den konstativen steht noch aus.

Apophant

Apophantische Logik

Nach Husserl lässt sich die reine Logik in eine apophantische Logik und eine formale Ontologie gliedern.

Die apophantische Logik ist dabei die Logik der Bedeutungskategorien Begriff, Satz, Schluss usw.

Aposteri

A posteriori

Man nennt etwas a posteriori (lat., von dem, was nachher kommt), wenn es von der Sinneserfahrung abhängt. So gibt es z. B. aposteriorische Begriffe, Urteile, Argumente oder Erkenntnis. Dem Begriff a posteriori steht der Begriff a priori gegenüber.

Diese Begriffe werden bereits in der Philosophie des Mittelalters als Bezeichnung für die aristotelische Unterscheidung zwischen Beweisen verwendet, die von dem ausgehen, was "infolge der Natur zuerst kommt", und Beweisen, die sich darauf gründen, was "für uns zuerst ist", wenn wir etwas erkennen.

Diese Bedeutung wird im 17. Jahrhundert von Descartes und Leibniz aufgegeben und der Inhalt des Begriffes a posteriori durch den obengenannten ersetzt.

Nach Kant sind alle Urteile a posteriori zugleich synthetische Urteile. Urteile a priori können dagegen nach Kant sowohl analytisch als auch synthetisch sein.

Nach Reinhold ist die Beziehung der Vorstellung zum Objekt durch den Stoff a posteriori bestimmt.

Meinong benutzt die Unterscheidung von a priori und a posteriori als Grundlage der Unterscheidung von Gegenstandstheorie und Metaphysik.

Quines Kritik an der Unterscheidung zwischen analytischen und synthetischen Sätzen hat auch die Unterscheidung zwischen a priori und a posteriori beeinflußt.

In der Diskussion spielt u. a. auch Kripkes Kritik der Verknüpfungen a priorinotwendigsicher und a posteriorikontingentunsicher bedeutsam ein große Rolle.

Appreh2

Synthesis der Apprehension

Kant definiert in der Kritik der reinen Vernunft "die Zusamemnsetzung des Mannigfaltigen in einer empirischen Anschauung" [KrV B 160f.] als Synthesis der Apprehension.

Es ist die Leistung dieser Synthesis, die aus mannigfaltigen Apprehensionen zusammengesetzte Einheit der Wahrnehmung überhaupt erst zu konstituieren. Die Synthesis der Apprehension ist bei Kant ein rein empirischer Vorgang.

Apprehen

Apprehension, Erfassen

Als Apprehension (lat. apprehendere – ergreifen, erfassen) bezeichnet man das Erfassen eines Vorstellungsinhaltes. In der Erkenntnistheorie wird daher auch oft vom Erfassen gesprochen. In der Antike sprach man von Katalepsis.

Das Mittelalter versteht unter Apprehension die Ergreifung eines Inhaltes mittels eines Erkenntnisvermögens. Thomas von Aquin unterscheidet vier Erkentnisvermögen:

  1. apprehensio absoluta,
  2. apprehensio actuales,
  3. apprehensio sensualis und
  4. apprehensio intellectus.

Wilhelm von Ockham begreift die Apprehension nicht als passive Abbildung, sondern als Tätigkeit (actus apprehensivus).

Für Kant ist Apprehension gleichbedeutend mit der Aufnahme von Sinneseindrücken. Kant führt den Begriff der Synthesis der Apprehension ein.

Meinong liefert eine interessante Theorie des Erfassens von Gegenständen.

Apribegr

Apriorischer Begriff

Apriorisch nennt man einen Begriff, der zwar gültig auf die Erfahrung angewendet werden kann, jedoch unabhängig von der Erfahrung im Bewußtsein bzw. der Sprache gegeben ist.

Der Begriffsempirismus schließt die Existenz von apriorischen Begriffen aus.