Ernesti
Johann August Ernesti (1707 – 1781)
Johann August Ernesti ist ein Vertreter der Wolffschen Schule.
Eubulides aus Milet formulierte eine ganzen Reihe von Paradoxien wie das Paradoxon vom Haufen, das Sophismus vom Verhüllten und der Sophismus vom Gehörnten, mit deren Hilfe er zu beweisen versuchte, dass Erkenntnis unmöglich ist, weil sie widersprüchlich ist.
Im Sophismus vom Gehörnten und vom Verhüllten unterstellte er einen Fehler, der in der Folgezeit von der Logik analysiert und quaternio terminorum genannt wurde.
Die Paradoxie vom Lügner hat er wie folgt formuliert:
Diogenes von Sinope ist in die Geschichte vor allem als Verächter der Kultur eingegangen (Diogenes in der Tonne). Diogenes führte trotz vornehmer Herkunft ein Bettlerdasein (daher erhielt er den verächtlich machenden Beinamen Kyon (griech. "der Hund"). Er wirkte mehr durch seine Lebensweise als durch seine Lehren. Er forderte die Aufhebung der Ehe, befürwortete in Übersteigerung der sokratischen Selbstgenügsamkeit äußerste Bedürfnislosigkeit, verachtete alle Konventionen und bezeichnete sich als Weltbürger. Die Erziehung und Stählung soll diesen Prinzipien entsprechen. Demjenigen, der nichts besitzt und der keine Bedürfnisse hat, kann nichts genommen werden. Daher kann nur ein solcher Mensch glücklich sein.
Es ist die Anekdote überliefert, dass er Alexander den Großen, als dieser ihn besuchte und versprach ihm ein Bitte zu erfüllen, bat, aus der Sonne zu gehen.
Diogenes von Sinope soll auch mittags auf dem Markt von Athen mit der Laterne nach Menschen gesucht haben.
Nietzsches, Satz von der "Umwertung der Werte" geht auf Diogenes von Sinope zurück.
Auch nach seiner Restituierung predigte er die Rückkehr zur Natur und zum einfachen Leben. Neben sozialen Fragen widmete er sich ethischen (Ablehnung des Genußlebens, ehrbare Lebensführung), philosophischen und politischen Themen.
Christian von Ehrenfels studierte zunächst in Wien, u. a. bei Brentano und Meinong, wechselte er nach Meinongs Berufung nach Graz im Spätherbst 1882 nach Graz und promovierte 1885 an der Grazer Universität.
Der Begriff der Gestalt bzw. der Gestaltqualität wurde von Ehrenfels (1890) zuerst formuliert und am Beispiel einer Verlaufsgestalt, der Melodie, demonstriert.
Eine solche Gestalt kann nach Ehrenfels nicht als Summe der sie konstituierenden Töne interpretiert werden, da sie transportierbar sei, wobei die Qualität des Ganzen erhalten bleibe.
Diese beiden Merkmale – Übersummativität und Transponierbarkeit – seien konstituierend für alle echten Gestalten (Ehrenfelskriterien).
Ob Diotima tatsächlich gelebt hat, ist umstritten.
Dafür sind folgende Argumente vorgetragen worden:
Im Symposion berichtet Sokrates von einem Gespräch mit Diotima, das die Liebe zum Gegenstand hat. Diotimas Umgang mit Sokrates ist von ihrer Überlegenheit geprägt, sie erklärt ihm seine Fehler und rügt ihn, wenn er etwas nicht versteht.
Diotima leitet Sokrates zur Erkenntis des wahren Eros an; sie macht ihm deutlich, dass Eros kein Gott sei, sondern ein Dämon, eion Wesen, das zwischen den Göttern und den Sterblichen steht. Durch ihn können die Götter mit Sterblichen Umgang haben. Diotima erklärt die Herkunft des Eros mit der Sage wie Penia, seine Mutter, ihn empfangen habe. Zum Begleiter der Aphrodite wurde Eros, da die Empfängnis bei einem Fest stattfand, das ihr zu Ehren veranstaltet wurde.
Eros ist in Diotimas Konzept der Liebe ein Symbol für das menschliche Streben nach dem Vollkommenen. Nicht nur dem Schönen zugewandt, steht er für das Verlangen nach der Entstehung des Schönen.
Ausgehend vom Wesen des Eros, den Diotima als Liebenden beschreibt, erklärt sie den Begriff der Liebe. Sie wird bestimmt als eine Geburt des Schönen, in geistiger und körperlicher Hinsicht. Es sei das Ziel des Menschen, ihre Natur zu reproduzieren, was nur im Schönen möglich ist. Die Geburt des Schönen ist dann eine göttliche Sache, die dem sterblichen Leben etwas Unsterbliches verleiht. Auch die Liebenden streben nach Unsterblichkeit, die sie durch die Schaffung des Schönen erreichen. Das geschieht auf der geistigen Ebene durch die Reproduktion der einen Seele in der anderen.
Unsterblichkeit wird erreicht durch die Ideen, Tugenden und die Weisheit der Partner. Damit geht es den Liebenden nicht mehr um Vereinigung mit dem Schönen, sondern um dessen Reproduktion. Das Ziel der Liebe ist die Wiedergeburt der eigenen Seele in dem Anderen durch die Idee des Schönen.
Damit vertritt Diotima nicht wie Platon die Meinung, dass die Seele wiedergeboren wird, sondern sie wird unsterblich durch Qualitäten, die die Liebe der Partner hinterlässt.
Sie kann also nicht übergehen in ein aderes Wesen, sondern sie hinterlässt durch die Vereinigung in der Liebe eine Spur, die sie unsterblich macht.
Der Weg zur Erkenntnis des Schönen führt die Liebenden über mehrere Stufen "Von den schönen Gestalten zu den schönen Sitten und Handlungsweisen, und von den schönen Sitten zu den schönen Kenntnissen, bis man von den Kenntnissen endlich zu jener Kenntnis gelangt, welche von nichts anderem als eben von jenem Schönen selbst die Kenntnis ist." (Platon, Symposion).
Die Textstelle mit der Aufzählung lautet: " bedeutendsten Pythagoreerinnen: Timycha, die Frau des Myllias von Kroton, Philtys, die Tochter des Theophris von Kroton, Schwester des Byndakos, Okkelo und Ekkelo, die Schwestern der Lukaner Okkelos und Okkilos, Cheilonis, die Tochter des Lakedaimoniers Cheilon, die Lakonerin Kratesikleia, die Frau des Lakedaimoniers Kleanor, Theano, die Frau des Metapontiers Brotinos, Myia, die Frau des Milon von Kroton, Lasthenia aus Arkadien, Habroteleia, die Tochter des Habroteles von Tarent, Echekrateia von Phlius, Tyrsenis aus Sybaris, Peisirrhode aus Tarent, Theadusa aus Lakedaimon, Boio aus Argos, Babelyka aus Argos, Kleaichma, die Schwester des Lakedaimoniers Autocharidas. Insgesamt: 17." (Iamblichos: Pythagoras, 1963, 267)
Oft wird angenommen, dass es sich bei Ekkelo um den Namen eines Mannes handelt oder bei den vier Namen um nur eine historische Person geht.
Bei anderer Lesart des griechischen Textes wären Okkelos und Ekkelos die Brüder der Byndakis. Dann würde der Katalog allerdings nicht wie angegeben 17 Frauen aufzählen.
Stobaios überliefert ein Fragment aus der Schrift Über Gerechtigkeit, die vom Pythagoreer Ekkelos verfasst worden sein soll, und nach der pythagoreischen Lehrart von der Harmonie der Seele und der Tugend der Gerechtigkeit handelt. Dieses Fragment stammt vermutlich nicht von einer Frau.