Fritzsch
Richard Fritzsche (geb. 1856)
Richard Fritzsche, geboren in Leipzig, war Professor und Konrektor am Gymnasium in Schneeberg.Er vertritt einen voluntaristischen Standpunkt, der sich an Wundt orientiert.
Er vertritt einen voluntaristischen Standpunkt, der sich an Wundt orientiert.
Es gibt nach Ferrier keine selbständige Materie. Die Dinge der Außenwelt sind nur für die Subjekte. Es gibt nur Geister. Deren Vorstellungsinhalte sind vom göttlichen Geist abhängig.
Galenos vertrat medizinisch und philosophisch einen eklektischen Standpunkt, akzeptierte aber Hippokrates uneingeschränkt als medizinische Autorität. In seinen philosophischen Positionen knüpfte er vor allem an Aristoteles an.
Er kommentierte neben Aristoteles auch Platon, Theophrast, Eudemos und Chrysippos.
Man nahm lange an, dass Galenos die vierte Figur des einfachen kategorischen Syllogismus entdeckt habe. In neuerer Zeit wird diese Entdeckung aber Theophrast zugeschrieben, der die Modi dieser Figur des Sylogismus in einer von ihm etwas erweiterten syllogistischen Figur analysierte. Darüber hinaus untersuchte Galen u. a. den Schluss mit Relationsstufen.
Galenos betont in seinen philosophischen und logischen Schriften, die zum großen Teil verloren gegangen sind, die Notwendigkeit der gegenseitigen Durchdringung von Philosophie und Medizin.
Eubulides aus Milet formulierte eine ganzen Reihe von Paradoxien wie das Paradoxon vom Haufen, das Sophismus vom Verhüllten und der Sophismus vom Gehörnten, mit deren Hilfe er zu beweisen versuchte, dass Erkenntnis unmöglich ist, weil sie widersprüchlich ist.
Im Sophismus vom Gehörnten und vom Verhüllten unterstellte er einen Fehler, der in der Folgezeit von der Logik analysiert und quaternio terminorum genannt wurde.
Die Paradoxie vom Lügner hat er wie folgt formuliert:
In seiner sog. Eudemischen Ethik näherte er die aristotelischen Ethik den Gedanken Platons an.
In Zusammenarbeit mit Theophrastos, ebenfalls ein Schüler des Aristoteles, fügte Eudemos der aristotelische Logik eine Reihe von Ergänzungen und Präzisierungen hinzu.
Sie entdeckten fünf Modi der vierten Figur des einfachen kategorischen Syllogismus und versuchten, die aristotelische modale Logik zu vereinfachen.
Von ihnen stammt eine neue Ansicht über die Modalität von Urteilen. Während Aristoteles der Modalität einen objektiven Sinn beimaß, verstanden Theophrastos und Eudemos unter Modalität den Grad der subjektiven Überzeugtheit.
Eudemos versuchte auch die aristotelische mit dem hypothetischen und dem disjunktiven Urteil zu ergänzen.
Eudemos verfasste auch historische Abrisse der mathematischen und astronomischen Lehren.
Soweit heute bekannt ist, waren Platon und Eukleides von Megara die ersten, die über logische Probleme nachgedacht haben. Eukleides ixt berühmt für seine Rätsel, eines von ihnen ist der das Sorites-Paradox, das Haufen-Argument.
Insgesamt hat er in seinen Elementen den mathematischen Lehrstoffen, wie er in der platonischen Schule vorgeschrieben war, zusammengefasst. Die Elemente waren nicht, wie man nach dem Titel vermuten könnte, für Anfänger bestimmt, sondern für Lernende auf fortgeschrittem Niveau.
Eukleides von Alexandreia hinterließ außer den Elementen auch eine Reihe eigener Forschungsergebnisse, die allerdings z. T. nur dem Thema nach oder in arabischer Übersetzung überliefert sind.
Dazu gehören Über die Zerlegung von Figuren, Porismen, Pseudaria (Trugschlüsse), Dedomena, Optika, Katoptrika, Sectio Canonis und Phainomena. Eine Kegelschnittlehre von ihm ist verlorengegangen, da sie durch die ausführlichere Kegelschnittlehre seines Schülers Apollonios von Perge verdrängt wurde.
Euler ging 1727 nach St. Petersburg, wo er ab 1730 Professor für Physik und ab 1733 als nachfolger von D. Bernoulli Professor für Mathematik war.
1741 wurde Euler an die Berliner Akademie der Wissenschaften berufen und wirkte dort ab 1744 als Direktor der mathematischen Klasse. Wegen unfreundlicher Behandlung durch Friedrich II. ging Euler 1760 wieder nach St. Petersburg.
Bereits in frühen Jahren beschäftige sich Euler mit philosophischen Problemen. In seiner (nicht erhaltenen) Magisterarbeit beschäftigt sich Euler mit Unterschieden zwischen der Philosophie von Descartes und Newton.
Euler versuchte über die von der Akademie gestellten Preisfragen den Einfluss der Philosophie von Leibniz und Wolff zurückzudrängen. So wurde in der Preisfragwe des Jahres 1747 die Monadenlehre zur Diskussion gestellt. Euler sorgte dafür, dass der Preis einem Gegner der Monadenlehre zugesprochen wurde.
In seinen Briefen an eine deutsche Prinzessin über verschiedene Gegenstände aus der Physik und Philosophie gibt Euler eine Gesamtdarstellung seiner philosophischen Ansichten. In den Briefen, die u. a. Goethe und Kant sehr schätzten, findet sich auch die Veranschaulichung logischer Relationen, die heute als Eulersche Kreise bezeichnet wird und auf die bereits Leibniz hingewiesen hatte. Die Eulerschen Kreise wurden im 19. Jahrhundert u. a. von Gergonne und Venn weiterentwickelt.