Themisto

Themistokleia

Themistokleia (auch: Aristokleia oder Theokleia, ca. 600 v. u. Z.) war eine griechische Priesterin in Delphi. In der Überlieferung wird sie auch als Schwester des Pythagoras bezeichnet. Eventuell beruht dies auf einen Abschreibfehler, da die griechischen Wörter Delphi und Schwester ähnlich geschrieben werden.

Von Porphyrios wird sie Aristokleia, von Suidas Theokleia genannt.

Diogenes Laërtios berichtet, dass Themistokleia die Lehrerin des Pythagoras war: "Es sagt aber auch Aristoxenos, das meiste von seinen ethischen Lehren habe Pythagoras von der delphischen Priesterin Themistokleia empfangen." (Leben und Meinungen berühmter Philosophen, VIII 8, 21).

Literatur

  • Jöcher, Christian Gottlieb: Allgemeines Gelehrten-Lexicon, Bd. 1, 539

Weblinks


Theod A

Theodoros von Asine

Der neuplatonische Philosoph Theodoros von Asine (4. Jh. u. Z.) ist Schüler des Iamblichos.

Er faßt dessen Vorstellungen von Entstehung und Ordnung der übersinnlichen Welt in ein triadisches System. Damit bereitet er das System von Proklos vor.

Er faßte sein Lehre in Kommentare zu Platon. Von diesen sind nur wenige Zitate überliefert.


Theodoro

Theodoros der Atheist

Der griechische Philosoph Theodoros der Atheist (ca. 300 v. u. Z.) stammt aus Kyrene und wird den Kyrenaikern zugerechnet. Er ist Schüler von Aristippos von Kyrene d. J.

Theodoros leugnete die Existenz der Volksgötter und die Gottheit überhaupt. Deshalb wurde er in Athen beim Areopag verklagt.

Dem menschlichen Luststreben setzt er als Ziel die in der Einsicht bestehende Freude. Seine Theorie ist damit hedonistisch.

Gesellschaftliche Normen erklärte er für unverbindlich. Ehebruch, Diebstahl usw. seien nicht von Natur aus, sondern nur durch das allgemeine Vorurteil verwerflich.

Auch für sein Vaterland wird sich der Weise nicht aufopfern, da ihm die Welt das wirkliche Vaterland ist.

Der Überlieferung zufolge disputierte die Kynikerin Hipparchia von Maroneia mit Theodoros und überführte ihn durch ein Sophismus.


Theognis

Theognis

Theognis (ca. 3. Jh. v. u. Z.) ist Tochter des Diodoros Chronos und Schwester von Argia, Artemisia, Pantakleia sowie Menexene. Sie wird der dialektischen Schule zugerechnet.

Hieronymus schreibt: "Der Sokratiker Diodoros hat gesagt, dass er fünf Töchter von auffallender Tugendhaftigkeit habe, die Dialektikerinnen seien. Über diese hat Philo, der Lehrer des Karneades, eine vollständige Geschichte geschrieben."


Thiel

Christian Thiel

Der deutsche Philosoph und Wissenschaftstheoretiker Christian Thiel (* 12. Juni 1937 in Neusalz/Oder) ist ein Vertreter des methodischen Konstruktivismus.

Thiel studierte ab 1956 Mathematik, Philosophie, Psychologie und Soziologie an der Universität in Erlangen sowie Kunsterziehung an der Akademie der Bildenden Künste in München. 1965 promovierte er sich in Erlangen bei Rudolf Zocher über Sinn und Bedeutung in der Logik Gottlob Freges. 1966/67 verbrachte er ein akademisches Jahr an der Universität Texas in Austin als Postdoctoral Fellow sowie dann auch als Assistant Professor. Schließlich habilitierte er sich 1970 bei Paul Lorenzen mit seiner Arbeit Grundlagenkrise und Grundlagenstreit über die Grundlagen der Mathematik und Sozialwissenschaft.

Nach Vertretungen in Konstanz und Kiel erhielt er 1972 den neugeschaffenen Lehrstuhl für Philosophie und Wissenschaftstheorie an der Technische Hochschule in Aachen. 1982 wurde er zum Nachfolger von Lorenzen an der Universität Erlangen sowie zum geschäftsführenden Vorstand des von Lorenzen gegründeten Interdisziplinären Instituts für Wissenschaftstheorie und Wissenschaftsgeschichte (IIWW) berufen.

Seine Forschungsschwerpunkte sind die neuzeitliche Wissenschaftsgeschichte, insbesondere die der Logik des 19. und 20. Jahrhundertes sowie das Werk von Gottlob Frege.

Publikationen

  • Sinn und Bedeutung in der Logik Gottlob Freges. Meisenheim am Glan 1965
  • Grundlagenkrise und Grundlagenstreit. Studie über das normative Fundament der Wissenschaften am Beispiel von Mathematik und Sozialwissenschaft. Meisenheim am Glan 1972
  • Frege und die moderne Grundlagenforschung. Meisenheim am Glan 1975
  • Erkenntnistheoretische Grundlagen der Mathematik. Hildesheim 1982
  • Philosophie und Mathematik. Eine Einführung in ihre Wechselwirkungen und in die Philosophie der Mathematik. Darmstadt 1995

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Thierry2

Thierry von Chartres

Thierry von Chartres (auch: Theodoricus Carnotensis oder Theodoricus Brito, * ca. 1085, † 1150), Bruder von Bernhard von Chartres, lehrte um 1140 in Paris und wurde 1141 Kanzler in Chartres.

Thierry von Chartres ist ein Vertreter der der Schule von Chartres.

Grundbegriffe seiner Philosophie sind das Eine und die Zahl. Das Eine ist identisch mit Gott. Es ist ewig und unwandelbar.

Die Zahl ist veränderlich. Wie alle Zahlen aus der Eins hervorgehen, so geht auch die Welt aus Gott hervor.

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Tatark

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Tatewazi

Grigor Tatewazi

Der armenische Geistliche, Philosoph und Kalligraph Grigor Tatewazi (translit. Tatevazi, engl. Tatevazi, russ. &;&;&;&;&;&; &;&;&;&;&;&;&;&;, * 1346 in Tmok (Georgien), † 1409) ist stark von David Anacht beeinflusst. Sein Lehrer war Johann Worotnezi. Er war zeitweise Worotnezis Sekretär.

Nach Worotnezis Tod editierte Tatewazi dessen Schriften, z. B. zu den Kategorien von Aristoteles oder zu Porphyrios.

Seine Schriften sind stark von der Verteidigung der armenischen Kirche gegen die katholische Kirche geprägt.

Seine Werk &;&;&;&;&; &;&;&;&;&;&;&;&;&;&; (1397) ist eine 10-Bändige Enzyklopädie zu theologischen, philosophischen, medizinischen und naturwissenschaftlichen Fragen. In seinen philosophischen Werken befasst er sich mit der Philosophie von Aristoteles, Platon und Porphyrios.

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Tetens

Johann Nicolaus Tetens

Der deutsche Philsoph, Mathematiker und Naturforscher Johannes Nikolaus Tetens (* 16. September 1736 in Tetenbüll, Südschleswig, † 17. August 1807 in Kopenhagen) studierte in in Rostock und Kopenhagen. Er erwarb 1759 den Grad eines Magisters und promovierte 1760. Er wurde 1763 an der neugegründete Universität in Bützow Professor für Physik und Philosophie. 1776 folgte er einem Ruf an die Universität Kiel und unterrichtete dort Mathematik und Philosophie. Er brach 1786 seine akademische Laufbahn ab und ging 1789 nach Kopenhagen.

Tetens ist stark von Leibniz, Wolff, Locke, Hume, Reid und Bonnet beeinflußt.

Er übte einen starken Einfluß auf Kant aus.

Insbesondere die Analyse der Seele und die Sprachphilosophie waren sein Thema. Er unterschied beim seelischen Vermögen erstmals zwischen Denken, Fühlen und Wollen.

In seinem Hauptwerk Philosophische Versuche über die menschliche Natur und ihre Entwickelung (1777) versucht er die Position Humes mit der Philosophie von Leibniz und Wolff zusammenzuführen. Vereits der Titel des Werkes lehnt sich an Humes A Treatise on Human Nature an.

Werke

  • Gedanken von einigen Ursachen, warum in der Metaphysik nur wenige ausgemachte Wahrheiten sind. 1760
  • Abhandlungen von den Beweisen des Daseins Gottes, 1761
  • Über den Ursprung der Sprache und der Schrift, 1772
  • Über die allgemeine speculativische Philosophie, 1775
  • Philosophische Versuche über die menschliche Natur und ihre Entwicklung. (2 Bde.) 1776 f.
  • Sprachphilosophische Versuche, Hrsg. von Heinrich Pfannkuch, 1971

Online-Texte

Weblinks


Thagard

Paul Thagard

Paul Thagard ist einer der führenden Kohärenztheoretiker.

Er verknüpfte die Kohärenztheorie u. a. mit der Theorie der Analogie, des Begriffswechsels, des visuellen Denkens und der Entscheidung.