Occasio

Gelegenheitsursache

Die causa occasionalis (Gelegenheitsursache) ist bei Malebranche die Bezeichnung für ein Ereignis, das selber keine Wirkung hat, sondern nur die Gelegenheit (lat. occasio) dafür abgibt, dass Gott eine Wirkung erzeugt.

Nach Malebranche sind z. B. körperliche Zustände die causa occasionalis für Bewußtseinszustände und umgekehrt.

Oekoeth

Umweltethik

Die Umweltethik bzw. ökologische Ethik ist Teil der praktischen Ethik, der die begründete moralische Stellungnahme zu Eingriffen des Menschen in die nichtmenschliche Natur untersucht. Sie gehört damit zu Bioethik.

Die verschiedenen Ansätze der Umweltethik unterscheiden sich vor allem in Hinsicht darauf, welchen Naturwesen sie einen eigenen, intrinsischen moralischen Wert zuschreiben.

Umstritten ist z. B., ob auch Tiere, Pflanzen, biologische Arten, Ökosysteme, Landschaften oder die Natur als Ganze moralische Ansprüche oder (moralische bzw. juristische) Werte besitzen.

Klar ist jedoch, dass sich auch aus anthropozentrischer Perspektive die Vermeidung vieler Umweltprobleme ableiten lässt, solange sie mit dem menschlichen Wohlergehen zusammenhängen.

Zu den anthropozentrischen Argumenten gehören sicherlich auch ästhetische Argumente, Argumente der Schönheit der Natur.

Ogden3

Ogdensches Dreieck

Ogdensches Dreieck, heiß ein von Charles Kay Ogden eingeführtes Diagramm zur Veranschaulichung der Dreiteilung Ausdruck – Sinn – Bedeutung.


Oxymoron

Oxymoron

Als Oxymoron bezeichnet man eine Stilfigur, die durch Kombination von Bezeichnungen mit gegensätzlicher Bedeutung entsteht. Das Oxymoron ist eine Unterart der Antithese.

Es gibt drei charakteristische Strukturen des Oxymoron:

  1. Kombination von sich zwei ausschließenden Eigenschaften, z. B. Er hat ein rundes, eckiges Gesicht.
  2. Kombination von Eigenschaften und Eigenschaftsträgern, die einander ausschließen, z. B. rundes Quadrat, vertraute Fremdheit;
  3. Ein paradox formulierter Satz, z. B. Der Satz ist falsch und vielleicht auch wahr.


P Indukt

Primäre Induktion

Nach dem Charakter des Ergebnisses unterscheidet man bei den Induktionen die primäre Induktion von der sekundären Induktion.

Das Ergebnis der primären Induktion ist eine allgemeine Aussage (Hypothese oder Gesetz). Aus einzelnen Fakten (Beobachtungen, Experimenten usw.), die durch Einzelaussagen erfaßt sind, wird der allgemeine Satz erschlossen.

P

P

Der Buchstabe P, erster Buchstabe des lateinischen Wortes praedicatum, bezeichnet in der traditionellen Logik symbolisch das Prädikat eines Urteils.

Die allgemeinen Formen eines Urteils in dem Subjekt und Prädikat verknüpft sind, lauten S ist P und S ist nicht P.

Notconv

Notiones inter se convenientes

Lateinische Bezeichnung für sich schneidende Begriffe.

Notreci

Notiones reciprocae

Lateinische Bezeichnung für reziproke Begriffe.

Nutzen

Nutzen, Nützlichkeit

Der Nutzen oder die Nützlichkeit einer Handlung wird subjektiv von einer Person für sich selbst bewertet.

In konsequentialistischen Ethiken, insbesondere im klassischen Utilitarismus wird der Nutzen einer Handlung gleichgesetzt mit der Tendenz, das subjektiv empfundene Glück der betroffenen Personen zu befördern.

Ein inhaltliche Bestimmung des Nutzens als offenbarte Vorzüglichkeit alternativer Produkte, den Geschmack einer Person findet such auch in den frühen ökonomischen Schriften zur Nutzenstheorie.

In der Entscheidungstheorie wird der Begrif des Nutzens formal über den Begriff der Präferenz definiert.

Nimmt man geeignete Eigenschaften für Präferenzordnungen an, sind solche Präferenzordnungen unter Zuordnung eines numerischen Wertes zu jeder Handlung einer Nutzenfunktion abbildbar.

Das in der Ökonomie vertretene Prinzip der Nutzenmaximierung ist als Teil einer ökonomischen Handlungstheorie unabhängig von der Präferenztheorie begründungsbedürftig.

Versuche, die Nutzentheorie in präskriptive Ethiken oder in die Ökonomie aufzunehmen, sind mit dem Problem der Meßbarkeit und Vergleichbarkeit von Nutzen verbunden.

Im klassischen Utilitarismus übernahm diese Aufgabe der wohlinformierte, unparteiische Beobachter.

In der modernen Nutzentheorie, die auf die Arbeiten von John von Neumann und Morgenstern zurückgeht, werden Präferenzordnungen ordinal skaliert und erlauben so eine schwache, ordinale, intrapersonelle Vergleichbarkeit alternativer Handlungen.

Nvglbegr

Nichtvergleichbare Begriffe

Begriffe, die keinen nächsten gemeinsamen Gattungsbegriff haben, z. B. Eitelkeit und Dreieck. Natürlich existieren zwischen beiden nichtvereinbaren Begriffen irgendwelche Beziehungen, man kann z. B. von ihnen sagen, dass sie allgemeine Begriffe sind, dass sie beide reale Erscheinungen reflektieren. Aber die Beziehung zwischen ihnen kann man weder als Beziehung der Subordination noch als Beziehung des Kontraposition charakterisieren. In den weitaus meisten Fällen hat ein Vergleich, eine Gegenübereinstellung solcher Begriffe keinen praktischen Wert.

Nichtvergleichbare Begriffe werden auch disparate Begriffe genannt.

Nichtvergleichbare Begriffe sind von vergleichbaren Begriffen zu unterscheiden.