Bernays

Paul Bernays (1888 – 1977)

Der Mathematiker und Logiker Paul Bernays ist Schüler und Mitarbeiter von Hilbert gewesen.

Von 1922 bis 1933 war Bernays außerordentlicher Professor an der Universität Göttingen. Er emigrierte in die Schweiz und wirkte ab 1939 in Zürich.

1918 gab er in seiner Habilitationsschrift einen ersten Vollständigkeitsbeweis für den klassischen zweiwertigen Aussagenkalkül, der aber erst 1926 (also nach Post’s Publikation im Jahre 1921) veröffentlicht wurde.

Bernays bewies im Aussagenkalkül die Abhänigkeit und Unabhängigkeit wichtiger aussagenlogischer Identitäten durch eine Methode der Unabhängigkeitsbeweise, die auf der mehrwertigen Logik basiert und weite Verbreitung gefunden hat.

Gemeinsam mit Schönfinkel gab er einen einfachen Beweis für die Entscheidbarkeit des zweistelligen Prädikatenkalküls der ersten Stufe.

Bernays fand die erste exakte Formulierung der Einsetzungsregel für Prädikatenvariablen. Von ihm stammen wichtige Ideen für eine axiomatische Begründung der Mengenlehre im Prädikatenkalkü der ersten Stufe.

Bernays ist Mitautor der zweibändigen Grundlagen der Mathematik, die eine systematische Zusammenfassung der Arbeiten Hilberts und seiner Schüler zu den Grundlagen der Arithmetik gibt.


Blount

Charles Blount (1659 – 1693)

Charles Blount ist als Vertreter des Deismus und insbesondere als Vertreter einer Vernunftreligion bekannt.

Den Begriff Deist der wohl zunächst für die Sozianer und die Antitrinitarier gebraucht wurde, hat Blount als erster im heutigen Sinne verwendet, indem er sich selbst als Deisten bezeichnete.

Belinski

Wissarion Grigorewitsch Belinskij (1811 – 1848)

Der russische Demokrat, Philosoph, Literaturkritiker und Publizist Wisarion Grigorewitsch Belinskij wurde als Sohn eines Militärarztes geboren. Er besuchte 1825 bis 1829 das Gymnasium in Pensa, studierte anschließend an der Moskauer Universität.

1832 wurde er als führender Kopf der studentischen Bewegung von der Universität verwiesen.

Anschließend arbeitete er für verschiedene Zeitschriften.

Tuberkulose, materielle Not und strenge Überwachung durch die zaristische Geheimpolizei und die Zensur überschatteten seine letzten Lebensjahre.

Die Quelle der Vorstellungen und Begriffe ist die Einwirkung der Außenwelt. Empfindungen, die durch die Einwirkung der Gegenstände auf die Sinnesorgane erhalten wurden, sind der Anfang der Erkenntnis.


Abaelard – Ayer| Baader – Burski| Cabanis – Czezowski |

Benth G

George Bentham (1800 – 1884)

Der englische Botaniker George Bentham beschäftigte sich im Zusammenhang mit Problemen des Aufbaus einer wissenschaftlichen Klassifikation der Pflanzen mit der Logik.

In seiner Arbeit Entwurf eines neuen Systems der Logik (1827) untersucht er die Arten der Identität zwischen Gegenständen und legt eine eigene Klassifizierung der Formen der einfachen Urteile dar.


Beneke

Friedrich Eduard Beneke (1798 – 1854)

Der deutsche Philosoph und Psychologe Friedrich Eduard Beneke interpretierte die Logik als angewandte Psychologie.

Erkennbar sind nach Beneke psychische Erscheinungen. Die Logik und alle übrigen Wissenschaften helfen, die Prozesse der inneren Erfahrungen zu verwirklichen.

Baumg Sj

Siegmund Jakob Baumgarten (1706 – 1757)

Siegmund Jakob Baumgarten ist ein Vertreter der Wolffschen Schule.


Bembo

Pietro Bembo (1470 – 1547)

Bembo stammte aus venzianischem Adel. Er verkehrte an den Höfen von Urbino. Florenz, Ferrara und Rom. 1539 wurde er zum Kardinal ernannt.

Seine Überlegenheit von der Überlegenheit der Volkssprache über das Latein der Humanisten begründete er mit dem literarischen Glanz der drei großen Florentiner Dante Alighieri, G. Boccaccio und F. Petrarca.

In seinem Werk "Prose della volgar lingua" (1525) legt er den Grundstein für eine systematische italienische Grammatik, Stilkunde sowie Sprach- und Literaturgeschichte.

Er will in diesem Werk das bisher nur auf die lateinischen Klassiker bezogene Prinzip der Imitatio auf die in italienischer Volkksprache geschriebenen Werke des Trescento übertragen. Damit vertritt er in der Sprachfrage die archaisierende Position.

Die von Calmeta (eigtl. Vincenzo Colli, 1460-1508) in seiner verlorengegangenen Schrift Della volgar poesia vorgeschlagene römische Hofsprache lehnte Bembo mit dem Argument ab, sie sei keine Sprache, weil sie über keine Literatur verfüge. Das gleiche gilt nach Bembo für die florentinische bzw. toskanische Sprache, die den ästhetischen Ansprüchen der Dichtung nicht genüge.

Mit Asolani (1505) führte Bembo ein Genre der dialoghi ein, bei dem Gebildete im eleganten Gespräch über die verschiedensten Themen, bei ihm wie z. B. auch bei Tullia d’Aragona die Liebe, disputieren.


Behmann

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Heinrich Behmann (1891 – 1970)

Der Mathematiker und Logiker Heinrich Behmann befasste sich u. a. mit dem Entscheidungsproblem im Aussagen- und Prädikatenkalkül, mit Antinomien und mit dem Klassenkalkül. Behmann bewies mit der Methode der kontrapränexen Normalform die Entscheidbarkeit des einstelligen Prädikatenkalküs.


Bayle

Pierre Bayle (1647 – 1706)

Der französische Publizist und Philosoph Pierre Bayle ist einer der Hauptvertreter der Frühaufklärung. Seine Ideen wirkten entscheidend auf die Entwicklung der Aufklärung vor allem in Frankreich ein.

Der Skeptiker Bayle bekämpfte jeden Dogmatismus in der Philosophie. Er verlangte die Behandlung ethischer Probleme allein durch die Vernunft.

Bayle hielt Glauben und Wissen für unvereinbar.


Bengel

Johann Albrecht Bengel (1687 – 1752)

Johann Albrecht Bengel ist ein Vertreter des Württembergischen Pietismus.