Philosophie

Chartres

Schule von Chartres

Die Schule von Chartres ist eine frühe Schule des Nominalismus. Vertreter dieser Schule sind


Chisholm

Paradoxie von Chisholm

Chisholm entdeckte Paradoxien, die man mit Hilfe von Wiedergutmachungsimperativen formulieren kann. Chisholm konnte zeigen, dass eine Formalisierung derartiger Imperative in den üblichen deontischen Logiken zu logischen Widersprüchen führt.

Die Widersprüche die auch durch bedingte Gebote nicht umgangen werden konnten, führten zur Überzeugung, dass die deontische Logik mit Mitteln der Semantik unterlegt werden muss.

Claritas

Claritas definitionis

Lateinische Bezeichnung für die Klarheit der Definition.

Cognosc

causa cognoscendi

Die Scholastik unterscheidet streng zwischen der causa cognoscendi (Ursache des Erkennens) und der causa essendi. Die causa cognescendi ist die Ursache dafür, dass ein Seiendes erkannt werden kann.

Conserv

cuasa conservans

Die causa conservans (bewahrende Ursache) bwiurkt im Gegensatz zur causa efficiens, dass etwas weiterhin existiert.

Brainvat

Brain in the vat

Am Ende seiner ersten Meditation diskutiert Descartes die Annahme, irgendein böser Geist bringe ihn dazu zu glauben, er hätte einen Körper und Sinnesorgane, mittels derer er materielle Außendinge wahrnehme, obwohl dies in Wirklichkeit nichts zutrifft. Diesen bösen Geist nennt man in der Philosophie Genius malignus.

Das brain-in-the-vat-Argument (Gehirn-im-Tank-Argument, Gehirn-im-Topf-Argument) ist eine moderne Genius-malignus-Argumentes von Descartes.

Es besteht – so das Argument – die Möglichkeit, dass ich kein körperliches, von Dingen und Menschen umgebendes Wesen bin, sondern lediglich ein Gehirn in einem Tank (brain in a vat), das von einem an meiner umfassenden Täuschung Vergnügen findenden Wissenschaftler stimuliert wird.

Zuerst formuliert wurde die brain-in-a-vat-Idee anscheinend, ohne skeptische Absicht, von D. M. Armstrong und J. J. C. Smart. Bei G. Harman findet sich das Argument als skeptische These. K. Lehrer liefert eine Variante mit Googols, einer Spezies von bösen Außerirdischen.

Wenn wir die Möglichkeit einer derartigen Täuschung nicht ausschließen können, folgt (jedenfalls nach der Standardkonzeption von Wissen) aus dem Brain-in-the-vat-Argument ein umfassender Skeptizismus in bezug auf unser Wissen von der Außenwelt.

Buendel

Bündeltheorie der Referenz

Der Bündeltheorie der Referenz zufolge, die auf Wittgenstein und Searle zurückgeht, besteht die Bedeutung referierender Ausdrücke in einem Bündel (Cluster) von Merkmalen, von denen jedoch nicht unbedingt alle, aber genügend viele auf einen bestimmten Gegenstand zutreffen müssen, um die Referenz festzulegen.


Burali

Burali-Forti’s Antinomie

Burali-Forti’s Antinomie (1897, von Cantor 1895 entdeckt) ist eine logische Antinomie. Sie geht davon aus, dass jede wohlgeordnete Menge eine Ordnungszahl hat, nämlich die, zu der man kommt, wenn die Elemente der Menge gezählt werden. In der üblichen Mengenlehre kann man nur beweisen, dass die wohlgeordnete Menge aller Ordnungszahlen eine Ordnungszahl hat, die höher ist als jede Ordnungszahl in der Menge, also höher als jede Ordnungszahl.

Bwindust

Bewußtseinsindustrie

Bewußtseinsindustrie ist eine scherzhafte Bezeichnung für den großen Umfang den die Untersuchung des Begriffs Bewußsein in der 2. Hälfte des 20. Jahrhunderts erlangt hat.

C Erkl

Ursachenerklärung, kausale Erklärung

Wir reden von Ursachenerklärung oder kausaler Erklärung, wenn ein Ereignis x dadurch erklärt wird, dass x als eine Wirkung der Ursachen a, b… n betrachtet wird.

Seit Hume ist es verbreitet, Ursachenerklärung mit deduktiv-nomologischen Erklärung zu identifizieren. In der Wissenschaftstheorie hat man jedoch gewöhnlich die beiden Erklärungstypen auseinandergehalten, weil der Hinweis auf regelmäßige Zusammenhänge zwar als ein gutes Kriterium für das Vorliegen von kausalen Zusammenhängen betrachtet werden kann, aber nicht imstande ist zu erklären, was es heißt, dass ein solcher kausaler Zusammenhang vorliegt.

Nach Winch sind Handlungen, zwischenmenschliche Beziehungen und gesellschaftliche Institutionen von Regeln und nicht von Naturgesetzen gesteuert. Deshalb können gesellschaftliche Phänomene nur durch eine Klärung der Regelsysteme verstanden werden, nicht aber durch kausale Erklärungen.