Philosophie Wörterbuch

Zshg

Zusammenhang

Als Zusammhang bezeichnet man eine Beziehung bzw. Relation zwischen Gegenständen, Eigenschaften, Prozessen, Begriffen, Aussagen, Theorien, Normen usw., die so beschaffen ist, dass eine Veränderung des einen Gegenstandes, der einen Eigenschaft …, von einer Veränderung der anderen begleitet wird.

Jeder Zusammenhang ist eine Relation, jedoch ist nicht jede Relation ein Zusammenhang.

Dabei wird der Zusammenhang von Gegenstände, Eigenschaften oder Prozessen auch als objektiver Zusammenhang und der Zusammenhang von Begriffen, Aussagen, Theorien und Normen als logischer Zusammenhang oder Kohärenz bezeichnet.

Schon in der antiken Philosophie erschien die Welt als zusammenhängendes Ganzes.

Geht man von einer Korrespondenztheorie der Wahrheit aus, kann man von dem Zusammenhang zwischen Gegenständen, Eigenschaften und Prozessen als Grundlage für den logischen Zusammenhang bzw. die Kohärenz von Begriffen, Aussagen und Theorien betrachten. Damit lässt sich erklären, warum wir Objekte, die der Erkenntnis nicht unmittelbar zugänglich sind, mit Hilfe mit ihnen (objektiv) zusammenhängender Objekte erklären können.

Zufall

Zufall

Als Zufall bezeichnet man das Eintreten unvorhergesehener und unbeabsichtigter Ereignisse, das Eintreten von Ereignissen für die keine Ursache und keine Gesetzmäßigkeit erkennbar ist.

Zirkel

circulus vitiosus

Als circulus vitiosus (auch: Zirkelschluß, Kreisschluß, Teufelskreis, circulus in probando) bezeichnet man einen logischen Fehlschluß, der durch eine Verletzung des Satzes vom zureichenden Grunde hervorgerufen wird.

Eine These wird bei diesem Schluss aus Argumenten abgeleitet, die ihrerseits aus derselben These gefolgert werden.

Zirkmitt

Mittelbarer Zirkel

Form der Zirkularität in einer Definition.

Im mittelbaren Zirkel kommt das Definiendum im Definiens nicht direkt vor. Der mittelbare Zirkel bedarf damit der Analyse mehrerer (zumindest zweier) Definitionen.

Zirkula

Zirkularität in der Definition

Ganz allgemein gesprochen besteht die Zirkularität einer Definition (lat.: circulus in definiendo) darin, dass man einen Ausdruck mit Hilfe desselben Ausdrucks definiert.

Der Zirkel in einer Definition hat zur Folge, dass sie den Sin eines bestimmten Terminus zu erläutern, nicht erfüllt, denn sie erklärt diesen Terminus durch diesen Terminus selbst.

Man unterscheidet unmittelbare Zirkel und mittelbare Zirkel.

Die Zirkularität ist ein Spezialfall der Definition des Unbekannten durch Unbekanntes.

Zirkunm

Unmittelbarer Zirkel

Form der Zirkularität in einer Definition. Im unmittelbaren Zirkel kommt das Definiendum im Definiens direkt vor. (Beispiel: Ein Quadrat ist ein quadratisches Viereck.)

Im Extremfall sind Definiendum und Definiens gleich. (Beispiel: Ein Kreis ist ein Kreis.) In diesem Fall spricht man von einer Tautologie in der Definition.

Zivilis

Zivilisation

Als Zivilisation (lat. cives = Bürger)] bezeichnet man die Gesamtheit der technisch-kulturellen Einrichtungen. Mitunter wird auch ein geschichtlicher Zeitabschnitt als Zivilisation bezeichnet.

Nach Tolstoj ist die Zivilisation von Übel. Sie bringt nur Elend. Er fordert u. a. Zurück zur Natur, zur einfachen bäurischen Lebensweise und Arbeit, weg mit allen Genüssen der Kultur, mit allem Gesetzeszwange und mit dem Staat.

In seinem Hauptwerk Der Untergang des Abendlandes beschreibt Spengler die Geschichte als einen Prozeß aus voneinander unabhängigen Kulturen, die jeweils einen zyklischen Verlauf nehmen. Die jeweils letzte Entwicklungsstufe, die Verfallszeit, nennt Spengler Zivilisation. Ihre Kennzeichen sind Dekadenz und Eklektizismus im künstlerischen Ausdruck, Nüchternheit und Skeptizismus. Sie zeigt sie sich in der Existenz von Großstädten.


Xenokrat

Xenokratie

Als Xenokratie bezeichnet man die Fremdherrschaft.

Xyz

XYZ

Als XYZ bezeichnet man die Substanz auf der Zwillingserde (twin earth), die wie H2O (d. h. Wasser) aus der Erde aussieht und sich auch so verhält.

Yoga

Yoga

Yoga (sanskrit: Anschauung, Einspannung, Vereinigung) nennt man in der indischen Philosophie ein Theorie oder Praxis der Konzentration und Meditation, um die höchste Einsicht und die Erlösung zu erreichen.

Der Zweck der Anspannung ist es, sich von dem störenden Einfluß der Außenwelt zu befreien.

Seit der vedischen Zeit sind verschiedene Systeme und Methoden des Yoga bei Buddhisten, Jainas und Brahamanen entwickelt worden.