Defexpl

Explizite Definition

Definition, bei der der zu definierende Begriff mittels einer gedanklichen oder sprachlichen Beschreibung durch hinreichend bekannte andere Begriffe erklärt wird. Z. B. hat das am häufigsten angewandte Definitionsverfahren definitio fit per genus proximum et differentiam specificam den Charakter einer expliziten Definition.

In vielen Fällen ist eine explizite Definition einfach die Einführung einer neuen Bezeichnung, eines Namens, für einen mehr oder minder komplizierten Zusammenhang zwischen Begriffen. Z. B. kann man den Begriff parallel für Geraden einfach als Abkürzung für liegen in einer Ebene und schneiden sich nicht ansehen.

Bei einer expliziten Definition, die den Charakter einer bloßen Abkürzung hat, ist das von einer Definition eigentlich zu fordernde Prinzip der äquivalenten Ersetzbarkeit von Definiendum und Definiens erfüllt: Es kann in jedem Kontext der definierte Begriff durch die definierende Beschreibung in den bekannten Begriffen, als deren Abkürzung er steht, ersetzt werden, ohne dass sich dabei die Bedeutung ändert.

Als Beispiele für Definitionen, die zunächst keine expliziten Definitionen sind, seien genannt: die Kontextdefinition, die implizite Definition, die induktive Definition und die ostensive Definition.

Dedikat

Dedikativ

Apuleius bezeichnet die bejahenden Urteile als dedicativ.

Deduktio

Deduktion, deduktiver Schluss

Als Deduktion oder deduktiven Schluss bezeichnet man den Schluss, der bei Wahrheit der Prämissen und Beachtung der Regeln der Logik die Wahrheit des Schlusssatzes gewährleistet.

Deduktive Schlüsse sind Bestandteil von Beweisen.

Es werden drei Arten von deduktiven Schlüssen unterschieden:

  • Schluss vom Allgemeinen auf das Einzelne oder das weniger Allgemeine,
  • Schluss von der Allgemeinheit auf dieselbe Allgemeinheit,
  • Schluss vom Einzelnen auf das Partikuläre.

Deduktive Schlüsse sind Grundlage des Deduktionsparadoxons.

Def

Definition

Ein Definition (definitio lat., Bestimmung) ist ein Satz, der die Merkmale angibt, welche die Eigenschaften von Gegenständen widerspiegeln oder die Bedeutung eines entsprechenden Terminus aufdecken (vgl. Begriffsbestimmung). Oft wird in der Definition auf die nächste Gattung hingewiesen, zu der der gegebene Gegenstand gehört, sowie auf den Artunterschied dieses Gegenstandes gegenüber allen übrigen Arten, die die Gattung bilden.

In logisch-semantischer Hinsicht ist die Definition ein Denkverfahren, mit dessen Hilfe die Bedeutung eines Zeichenausdrucks ermittelt, präzisiert oder eine bestimmte Sprache S durch Einführung eines neuen Zeichens erweitert wird.

Dabei muss die Forderung nach gegenseitiger Ersetzbarkeit von Definiendum und Definiens hinsichtlich der entsprechenden Sätze der Sprache erfüllt sein, es sei denn, die Erfüllung dieser Forderung wird durch die Struktur der Definition selbst oder durch den Wissensstand verhindert.

Nach ihrer Form und nach den Methoden ihrer Bildung bzw. der Art ihrer Formalisierung unterscheidet man verschiedene Arten der Definition.

Häufige Fehler in der Definition sind die Inadäquatheit, die Zirkularität, die Definition des Unbekannten durch Unbekanntes, die Widersprüchlichkeit der Definition und die Unklarheit der Definition.

Defabstr

Definition durch Abstraktion

Definition, bei der eine Eigenschaft von Gegenständen durch Feststellung einer Gleichheitsbeziehung zwischen den zu untersuchenden Gegenständen bestimmt wird, z. B. "Die Kardinalzahl einer Menge M ist die Klasse aller Mengen, die sich in der Relation der Gleichmächtigkeit mit der betrachteten Menge befinden."

Chartres

Schule von Chartres

Die Schule von Chartres ist eine frühe Schule des Nominalismus. Vertreter dieser Schule sind


Chisholm

Paradoxie von Chisholm

Chisholm entdeckte Paradoxien, die man mit Hilfe von Wiedergutmachungsimperativen formulieren kann. Chisholm konnte zeigen, dass eine Formalisierung derartiger Imperative in den üblichen deontischen Logiken zu logischen Widersprüchen führt.

Die Widersprüche die auch durch bedingte Gebote nicht umgangen werden konnten, führten zur Überzeugung, dass die deontische Logik mit Mitteln der Semantik unterlegt werden muss.

Claritas

Claritas definitionis

Lateinische Bezeichnung für die Klarheit der Definition.

Cognosc

causa cognoscendi

Die Scholastik unterscheidet streng zwischen der causa cognoscendi (Ursache des Erkennens) und der causa essendi. Die causa cognescendi ist die Ursache dafür, dass ein Seiendes erkannt werden kann.

Conserv

cuasa conservans

Die causa conservans (bewahrende Ursache) bwiurkt im Gegensatz zur causa efficiens, dass etwas weiterhin existiert.