Nell Br
Oswald von Nell-Breuning (geb. 1890)
Oswald von Nell-Breuning ist ein Vertreter des Neothomismus.
Von 1970 bis 2005 war er Ordinarius für Philosophie und Wissenschaftstheorie in Konstanz, seit 1990 auch Direktor des Zentrums Philosophie und Wissenschaftstheorie.
Mittelstraß ist Herausgeber der Enzyklopädie Philosophie und Wissenschaftstheorie (4 Bände, 1980-1996).
Möbius ist Anhänger von Fechners. Das Physische ist die Außenseite einer Wirklichkeit, die an sich psychisch ist und mit der das menschliche Seelenleben in Verbindung steht.
Moleschott ist von Feuerbach beeinflußt.
Alle Erkenntnis beruht auf Erfahrung und auf denkende Zusammenfassung der Sinneswahrnehmungen.
Ein Gegenstand ist nur durch seine Beziehung zu anderen Gegenständen. Haben wir alle Eigenschaften der Dinge erkannt, die auf die entwickelten Sinne einen Eindruck zu machen vermögen, dann haben wir auch das Wesen der Dinge erfasst.
Alles Naturgeschehen besteht in Bewegung der Grundstoffe. Die Unveränderlichkeit des Stoffvorrats begründet die Ewigkeit des Kreislaufes. Die Bewegungsfähigkeit ist eine der allgemeinsten Eigenschaften des Stoffes. Überall sind die Eigenschaften des Stoffes dieselben, daher gibt es keine besondere Lebenskraft.
Die Organismen sind aus dem Anorganischen hervorgegangen und nur kompliziertere Stofformen. Auch die psychischen Vorgänge sind an den Stoff gebunden. Das Denken ist eine Gehirnbewegung.
In der Welt ist alles streng gesetzlich bestimmt. So auch der Wille.
Montesquieu entwickelt die Idee einer Vereinbarkeit der verschiedenen nationalen Gesetze mit der Idee eines gemeinsamen, universalen Rechts. Er betrachtet die gesellschaftlichen Verhältnisse als objektivierbare und wissenschaftlich analysierbare Tatsachen.
Die Gesellschaft ist ein in sich zusammenhängendes Ganzes. Dabei sind die sozialen Einrichtungen eines Landes (Verfassung, Religion usw.) von ihren natürlichen – insbesondere klimatischen – Bedingungen abhängig.
Es gibt jedoch innere, notwendige Beziehungen zwischen den verschiedenen Gesetzen einer Gesellschaft, welche auf allgemeinen Rechtsverhältnissen beruhen, die den positiven Gesetzen vorausliegen. Diese allgemeinen Rechtsverhältnisse müssen im gesellschaftlichen Zusammenhang studiert werden, da die Freiheit in einem bestimmten natürlichen und geschichtlichen Milieu verwurzelt ist.
Ähnlich wie Locke argumentiert Montesquieu, dass die Freiheit des Individuums am besten durch eine Teilung der Staatsmacht zu sichern sei, d. h. eine Teilung der Gewalten in eine gesetzgebende, eine ausübende und eine urteilende.