Philosophie

E Logik

Epistemische Logik

Die epistemische Logik versucht, die zentralen Begriffe der Erkenntnistheorie logisch zu rekonstruieren. Sie untersucht nicht die Frage, ob oder unter welchen Bedingungen eine Aussage wahr ist, sondern wann eine Aussage bewiesen ist, geglaubt, behauptet oder gewusst wird, was es heißt, zu lügen, zu irren …


Diamat

Dialektischer Materialismus

Engels kritisiert die Auffassung der mechanischen Materialisten, die Wirklichkeit bestehe nur aus physischen Körpern in Bewegung und deren Bewegungsgesetzen und versucht dieser Position eine eigene materialistische Position entgegenzusetzen, die er als dialektischen Materialismus bezeichnet. Später bezeichnete man diese Position abkürzend auch als Diamat.

Die Wirklichkeit hat – so Engels – mehrere Ebenen, z. B. die physische, die organische, die bewusstseinsmäßige, die soziale und ökonomische, die kulturgeschichtliche usw.

Die höheren Ebenen setzen zwar die niedrigeren als ihre notwendigen Bedingungen voraus und stehen in einem Wechselverhältnis zu ihnen; das bedeutet aber nicht, dass die höheren Ebenen auf die niedrigeren reduziert werden können.

Der historische Materialismus ist ein Zweig des dialektischen Materialismus.

E Praed

Epistemisches Prädikat

Mit epistemischen Prädikaten wird ausgedrückt, in welcher Weise Aussagen bzw. Aussagensätzen Wahrheitswerte zugeordnet werden. Dabei ist das Zuordnen von Wahrheitswerten von dem Zukommen von Wahrheitswerten zu unterscheiden.

Um die Bezüge der Zuorndung angeben zu können, benötigen wir mehrstellige epistemische Prädikate, die beispielsweise auf die betroffenen epistemischen Subjekte und auf die Zeitintervalle der Zuschreibung von Wahrheitswerten Rücksicht nehmen.

Da nicht für alle epistemischen Prädikate die gleichen Bezüge relevant sind, können epistemische Prädikate unterschiedliche Stellenzahlen haben.

Bezüglich der Frage, ob epistemische Subjekte in einem epistemischen Prädikat vorkommen unterscheidet Wuttich nichtmodale epistemische Prädikate und modale epistemische Prädikate.

Dianoi

Dianoilogik

Als Dianoilogik bezeichnet Lambert die Lehre von der logischen Form.

E

e

Das Symbol e ist in der traditionellen Logik das Zeichen für ein allgemein verneinendes Urteil. So wird Alle S sind nicht P oder Kein S ist P durch SeP abgekürzt. Das Symbol kommt von dem Wort nego = ich verneine.

Diatribe

Diatribe

Diatribe (griech. Zeitvertreib, Unterricht) ist eine von hellinistischen Philosophen (bes. den Kynikern) im 3. Jh. v. u. Z. geschaffene Form moralphilosophischer Rede, die sich in augelockertem, oft volkstümlichem Ton an ein breites Laienpublikum wendet, um es durch unterhaltsame Belehrung zu erziehen. Ihre bedeutendsten Vertreter waren Horaz, Seneca, Persius, Iuvenalis, Musonius, Dion von Prusa, Epiktetos und Maximus Tyros.

Dichotom

Dichotomie

Die dichotomische Einteilung (dicha und tome griech., Schnitt in zwei Teile) ist die Einteilung des Begriffsumfanges in zwei zueinander komplementäre Artbegriffe: Ein Begriff A wird in zwei Begriffe B und Nicht-B eingeteilt, die den Umfang des einzuteilenden Begriffes vollständig umfassen.

Die Grundlage einer dichotomischen Einteilung der Begriffsumfänge ist nicht die Änderung eines Merkmals, sondern sein Vorhandensein oder sein Nichtvorhandensein.

Die dichotomische Einteilung wurde bereits bewusst von Platon verwendet. Aus seinen Werken kann man folgendes Beispiel anführen: Der Mensch ist ein Lebewesen; Lebewesen können sich bewegen oder ruhig verhalten; hieraus folgt mit Notwendigkeit, dass der Mensch sich entweder ruhig verhalten kann oder sich bewegt; aber es ist nicht notwendig, dass er sich ruhig verhält.

Bei einer dichotomischen Einteilung ist der Fehler der unangemessenen Einteilung ausgeschlossen. Tatsächlich erschöpfen zwei einander komplementäre Begriffe den Umfang eines einzuteilenden Begriffes völlig. Bei der Dichotomie gibt es also weder eine unvollständige Einteilung noch eine überschneidende Einteilung. Die Vereinigung der Umfänge der Arten ist dem Umfang des einzuteilenden Gattungsbegriffes gleich.

Die dichotomische Einteilung ist aber auch nicht ohne Mängel. Hat man einen Begriffsumfang in zwei einander komplementäre Begriffe eingeteilt, so bleibt der Teil des Umfanges des eingeteilten Begriffes, der durch die Partikel nicht bezeichnet ist, meist weitgehend unbestimmt.

Allgemein kann aber die dichotomische Einteilung gut als Hilfsmittel bei einer Vorausplanung einer Klassifikation verwendet werden.

Dilemma

Dilemma

In der Alltagssprache bezeichnet ein Dilemma (griech.: zweigliedrige Annahme) eine schwierige oder ausweglose Situation, in der man sich befindet. Es gibt zwei Wahlmöglichkeiten, von denen eine ergriffen werden muss, beide aber zu einem unerwünschten Resultat führen. Dilemmata werden daher oft als paradox empfunden. Beispiel sind das Gefangenendilemma, das Admetos-Dilemma und das Problem des Kriteriums.

In der Logik ist ein Dilemma eine bestimmte Argumentationsform.

Ein positives oder konstruktives Dilemma hat die Form: Wenn p, dann q; wenn r, dann q; entweder p oder r; daher q.

Ein negatives oder destruktives D. hat die Form: Wenn p, dann q; wenn p, dann r; entweder nicht-q oder nicht-r; daher nicht-p.

Bisweilen wird eine Dilemma auch syllogismus cornutus genannt.

Disketh

Diskursethik

Als Diskursethik bezeichnet man ethische Theorien, die den Diskurs als zentrales ethisches Kriterium heranziehen.

Wird der faktische Diskurs zum Kriterium, so können dies nach den meisten dieser Theorien Menschen erfüllen, da nur sie sprachfähig sind. Solche Theorien laufen auf anthropozentrischen Positionen hinaus.

Lediglich, wenn man Sprache nicht als Voraussetzung für Diskurs voraussetzt und z. B. lediglich die Fähigkeit zu intentionalen Handlungen fordert, können sich auch pathozentrische Ansätze ergeben.

In der Diskursethik geistern immer noch Theorien herum (Habermas), die von fiktionalen Argumentationen ausgehen und damit Normalitätsforderungen an die Subjekte und deontische Logik verwechseln. Auch diese Theorien laufen wegen der fehlenden fiktionalen Sprachfähigkeit der Tiere auf anthropozentrische Positionen hinaus.


Dispbegr

Disparate Begriffe

Andere Bezeichnung für nichtvergleichbare Begriffe.