Lexika

Nicole

Pierre Nicole (1625 – 1695)

Der französische Theologe, Grammatiker, Philosoph und Logiker Pierre Nicole schrieb gemeinsam mit Arnauld 1662 das Buch La logique ou l’art de penserm das unter dem Namen Logik von Port Royal bekannt wurde.

In diesem Buch wird die Logik als Kunst definiert, den Verstand richtig bei der Erkenntnis der Dinge anzuwenden.

Nicole ist stark von Descartes und Pascal beeinflußt.


Nietzsch

Friedrich Nietzsche (1844 – 1900)

Der deutsche Philosoph Friedrich Nietzsche studierte Theologie (ein Semester) und Philologie in Bonn und Leipzig. Von 1870 bis 1879 war er Professor für Klassische Philologie in Basel. Seit Januar 1889 gilt Nietzsche als geisteskrank.

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Nikarete

Nikarete von Megara (ca. 3. Jh. v. u. Z.)

Nikarete war eine Schülerin des Stilpon und wohl eng mit ihm befreundet. Sie wird der megarischen Schule zugerechnet.

Diogenes Laërtios schreibt: Stilpon "… war verheiratet, pflegte aber auch Umgang mit der Hetäre Nikarete, wie Onetor irgendwo berichtet." (Leben und Meinungen berühmter Philosophen, II 114).

Athenaios spricht von ihr als einer aus angesehener Familie stammenden Hetäre mit ausgezeichneter Bildung, die mit Stilpon studierte.

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Nink

Caspar Nink (geb. 1885)

Caspar Nink ist ein Vertreter des Neothomismus.


Niphus

Augustinus Niphus (1473 – 1546)

Der italienische Philosoph und Mediziner Augustinus Niphus (eigentlich Agostino Nifo) ist ein bedeutender Vertreter des Renaissancearistotelismus. Er ist Schüler von Nicoletto Vernia und lehrte in Padua, Neapel, Rom und Pisa.

In seinen umfangereichen Kommentaren bzw. Editionen, u. a. zu Aristoteles und Averroës versuchte er eine adäquate lateinische Übersetzung.

Er vertrat anfangs die Auffassung des Averroës von der Einheit des Intellekts. Später distanzierte er sich von diesem und entwickelte einen gemäßten Averroismus.

1518 verfasste er eine Widerlegung der Auffassung von Pomponazzi über die Sterblichkeit der Seele.

Niphus nahm an, dass es eine unsterbliche, kollektive Gesamtseele gibt.

In der Physik wollte Niphus zwischen der Physik von Averroës und der Impetustheorie vermitteln.

Niphus vertrat eine hedonistische Ethik.


Mutianus

Conradus Mutianus Rufus (1470/1471 – 1526)

Der Humanist, Theologe und Jurist Conradus Mutianus Rufus (eigentlich Konrad Muth) war in Deventer Mitschüler von Erasmus von Rotterdam. Er studierte in Erfurt und Rotterdam. Ab 1503 lebte er als Kanonikus in Gotha. Er trat dem Erfurter Humanistenkreis bei und wurde ca. 1515 dessen Haupt.

Mutianus Rufus war mit E. Hessus, C. Rubeanus und J. Jonas befreundet.

In philosophischer Hinsicht folgte er der Position der Platonischen Akademie von Florenz. Er wollte nach deren Vorbild die antike Philsosophie und die christliche Theologie zu einer Einheit bringen.


Myia

Myia (ca. 500 v. u. Z.)

Myia war Tochter der Theano von Kroton und des Pythagoras sowie Schwester von Arignote, Damo, Telauges und Mnesarchos. Myia war die Frau des Athleten und Pythagoreers Milon von Kroton.

Iamblichos erwähnt Myia in seiner Aufzählung der 17 Pythagoreerinnen.

Die Textstelle mit der Aufzählung lautet: " bedeutendsten Pythagoreerinnen: Timycha, die Frau des Myllias von Kroton, Philtys, die Tochter des Theophris von Kroton, Schwester des Byndakos, Okkelo und Ekkelo, die Schwestern der Lukaner Okkelos und Okkilos, Cheilonis, die Tochter des Lakedaimoniers Cheilon, die Lakonerin Kratesikleia, die Frau des Lakedaimoniers Kleanor, Theano, die Frau des Metapontiers Brotinos, Myia, die Frau des Milon von Kroton, Lasthenia aus Arkadien, Habroteleia, die Tochter des Habroteles von Tarent, Echekrateia von Phlius, Tyrsenis aus Sybaris, Peisirrhode aus Tarent, Theadusa aus Lakedaimon, Boio aus Argos, Babelyka aus Argos, Kleaichma, die Schwester des Lakedaimoniers Autocharidas. Insgesamt: 17." (Iamblichos: Pythagoras, 1963, 267)

Von Clemens Alexandrinus wird Myia als pythagoreische Philosophin und Dichterin bezeichnet.

Lukian sagt in seiner Lobrede auf die Fliege: "Wieviel könnte ich noch von der pythagoreischen Myia sagen, wenn ihre Geschichte nicht ohnehin schon jedermann bekannt wäre?" (Lukian, Sämtl Werke IV, 471). Als junges Mädchen soll sie den Chor der Mädchen in Kroton angeführt haben.

Ein Brief unter ihrem Namen wurde überliefert, der wohl später zu datieren ist. Der Name Myia könnte in diesem Brief als Pseudonym verwendet worden sein. Sie schrieb an die Pythagoreerin Phyllis. Der Brief enthält Hinweise auf die Wahl einer Amme für ein neugeborenes Kind.

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Nalbandj

Mikael Lasarewitsch Nalbandjan (1829 – 1866)

Der armenische Politiker, Philosoph, Logiker und Psychologe Mikael Lasarewitsch Nalbandjan betrachtete den Geist als eine Eigenschaft der Materie.

Er sah in den Empfindungen die Anfangsstufe der Erkenntnis. Nach Nalbandjan schöpft der Mensch seine Ideen aus der Natur. In dem Maße, in dem er die Natur erkannt und erforscht hat, sind seine Ideen und Begriffe zuverlässig.

Die Wahrheit erlangt man – so Nalbandjan – durch Analyse und Synthese von Gegenständen und Erscheinungen. Polemik und Meinungsstreit fördern die Erkenntnis der Wahrheit auf logischem Wege.


Nawroczy

Bogdan Nawroczy&;ski (1882 – 1974)

Der Pädagoge Bogdan Nawroczy&;ski ist ein Vertreter der Lwow-Warschau-Schule. Er gehört nicht zu den direkten Schülern von Twardowski, war aber durch seinen Forschungsstil beeinflußt.

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Nelboeck

Hans Nelböck

Hans Nelböck kam aus einer katholischen Bauernfamilie. Er promovierte bei Schlick.

Nelböck hat Schlick 1936, als dieser auf dem Weg zu einer Vorlesung war, niedergeschossen. Die Motive sind umstritten. So sagen einige, dass Schlick und Nelböck eine Beziehung zu derselben Studentin hatten, andere dass Nelböck geistesgestört war und wieder andere, dass Schlick gegen Nelböck intrigiert hatte, weil er ihm nicht fein genug war.