Lexika

L Fikt

Logische Fiktion

Der Begriff logische Fiktion (engl. logical fiction) ist ein von Russell verwendetes Synonym für eine logische Konstruktion.

L Gesetz

Logisches Gesetz

Logische Gesetze nennt man Gesetze des menschlischen Denkens.

Der Wissenschaft sind seit langem vier logische Gesetze bekannt. Bei Aristoteles finden sich das Gesetz von der Identität, das Gesetz vom ausgeschlossenen Widerspruch und das Gesetz vom ausgeschlossenen Dritten.

Von Parmenides wurde zum ersten Male die logische Unverträglichkeit von Wahrheit und Falschheit betont und das logische Gesetz der Identität bewusst angewendet. Auf Leibniz wird das Gesetz vom zureichenden Grunde zurückgeführt. Dieses Gesetz findet sich aber beispielsweise schon bei Leukippos und Demokritos.

L Konst

Logische Konstante

Logische Konstanten (Konstante, von lat. co, zusammen, gemeinsam, und stare, stehen, bestehen) sind Wörter eines Satzes, die übrigbleiben, wenn alle Gegenstands- und Relationsbezeichnungen sowie Funktionsausdrücke (die nicht-logischen Wörter) entfernt worden sind.

Kontraer

Konträre Urteile

Urteile heißen konträr, wenn sie nicht zugleich wahr, aber zugleich falsch sein können.

Sie sind unter anderem von kontradiktorischen Urteilen und von subkonträren Urteilen zu unterscheiden.

Kontrbeg

Konträre Begriffe

Konträre Begriff (lat.: notiones contrariae) nennt man unvereinbare Begriffe, zu denen Zwischenbegriffe existieren, Begriffe, die sich zwar gegenseitig ausschließen, aber Raum für weitere Möglichkeiten lassen, z. B. das Begriffspaar weiß – schwarz. Jeder Begriff des Paares weiß – schwarz geht in den Umfang des Begriffes Farbe ein, zusammen füllen sie ihn aber nicht voll aus.

Zwei einander konträre Begriffe können, wenn man sie über ein und dieselbe Klasse von Gegenständen, zu ein und derselben Zeit und in in ein und derselben Beziehung nimmt, nicht gleichzeitig wahr sein. So kann ein Gegenstand nicht zugleich weiß und schwarz sein.

Zwei einander konträre Begriffe können sich jedoch, wenn man sie über ein und dieselbe Klasse von Gegenständen, zu ein und derselben Zeit und in ein und derselben Beziehung nimmt, durchaus beide falsch sein. Dies erklärt sich daraus, dass konträre Begriffe Raum für weitere Möglichkeiten lassen. Eine rote Rose ist z. B. weder weiß noch schwarz.

Von konträren Begriffen sind kontradiktorische Begriffe zu unterscheiden.

Kontxdef

Kontextdefinition

In einer Kontextdefinition tritt der definierte Ausdruck in Definiendum und Definiens auf. Beispiel einer Kontextdefinition ist die Definition des Logarithmus: "Der Logarithmus der Zahl a mit der Basis b ist gleich der Zahl c genau dann, wenn die Zahl b in die Potenz c gehoben die Zahl a ergibt."

Koordbeg

Koordinierte Begriffe

Koordination nennt man die Wechselbeziehung zwischen mehreren Begriffen, die gleichermaßen ein und demselben Gattungsbegriff untergeordnet sind.

Die koordinierten Begriffe gehören zu den vereinbaren Begriffen.

Koordinierende Begriffe werden auch Nebenbegriffe genannt.

Kommeth

Kommunitaristische Ethik

Kommunitaristische Ethik nennt man die Richtung in der Ethik, die die Gemeinschaft als entscheidend für ethische Überlegungen betrachtet.

Die meisten Vertreter dieser Richtung haben sich auf menschliche Gemeinschaften beschränkt: Nachbarschaften, Gemeinden, Kulturkreise, Nationen und gelangten so zu einer anthropozentrischen Ethik. Dahinter steckt vielleicht die implizite Kritik der Universalitätsforderung des Liberalismus. Man kann aber eine kommunitaristische Ethik durchaus auch pathozentrisch ausführen.

Korrschl

Korrektes Schließen

Als korrektes Schließen bezeichnet man eine Folge von Schlüssen, die nach den Gesetzen der Logik abläuft.

Die Korrektheit des Schließens ist eine notwendige Bedingung, um einen wahren Schlusssatz im Ergebnis einer Schlussfolgerung zu garantieren. Die bloße Korrektheit des Schließens genügt jedoch nicht, um zu sichern, dass der Schlusssatz wahr ist.

Kompbegr

Komplementärer Begriff

Artbegriffe innerhalb einer gegebenen Gattung dessen Umfang den Umfang eines anderen Artbegriffes zum Umfang der Gattung ergänzt und sich mit diesem nicht überschneidet. Zueinander komplementäre Begriffe sind stets kontradiktorische Begriffe. Sie bilden eine dichotomische Einteilung des Umfangs des Gattungsbegriffes.