Karl May – Der Sohn des Bärenjägers

admin am Okt 14th 2011


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Der Sohn des Bärenjägers

Wohkadeh
Tokvi-tey
Oiht-e-keh-fa-wakon
Am P’a-wakon tonka
Der Geist des Llano Estakata
Bloody-fox
Die beiden »Snuffles«
Ghostly hour
Im »Yuavh-Kai«
The home of the ghost

Wohkadeh
Nicht viel westwärts von der Gegend, in welcher die Ecken der drei nord­amerikanischen Staaten Dakota, Nebraska und Wyoming zusammensto­ßen, ritten zwei Männer, deren Erscheinen an einem anderen als diesem westlichen Orte ganz sicher ein sehr berechtigtes Aufsehen erregt hätte.
Sie waren von sehr verschiedener Körpergestalt. Weit über sechs Fuß hoch, war die Figur des einen fast beängstigend dürr, während der andere bedeutend kleiner, dabei aber so dick war, daß sein Leib beinahe die Ge­stalt einer Kugel angenommen hatte.
Dennoch befanden sich die Gesichter der beiden Jäger in gleicher Höhe, denn der Kleine ritt einen sehr hoch gebauten, starkknochigen Klepper, und der andere saß auf einem niedrigen, scheinbar schwachen Maultiere. Daher kam es, daß die Lederriemen, welche dem Dicken als Steigbügel dienten, nicht einmal die Bauchlinie des Pferdes erreichten, während der Lange gar keiner Bügel bedurfte, denn seine großen Füße hingen so weit herab, daß es von ihm nur einer kleinen, seitlichen Bewegung bedurfte, um mit dem einen oder dem anderen Fuße den Boden zu erreichen, und zwar ohne dabei aus dem Sattel zu kommen.
Freilich war von einem wirklichen Sattel bei beiden keine Rede, denn der­jenige des Kleinen bestand sehr einfach aus dem Rückenstücke eines er­legten Wolfes, an welchem das Fell gelassen worden war, und der Dürre hatte eine alte Santillodecke untergelegt, welche aber so arg zerfetzt und zerrissen war, daß er eigentlich auf dem bloßen Rücken seines Maultieres saß.


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