Karl May – Winnetou IV

admin am Okt 14th 2011

Als EPUB downloaden

Winnetou IV

Vorzeichen
Nach der Teufelskanzel
Am Ohr des Manitou
Am Nugget-tsil
Am Deklil-to
Am Mount Winnetou
Kämpfe
Der Sieg

Erstes Kapitel.
Vorzeichen.
Es war in der Frühe eines schönen, warmen, hoffnungsreichen Frühlingstages. Ein lieber, lieber Sonnenstrahl schaute mir zum Fenster herein und sagte: “Grüß dich Gott!” Da kam das “Herz­le” aus ihrem Erdgeschoß herauf und brachte mir die erste Mor­genpost, die soeben vom Briefträger abgegeben worden war. Sie setzte sich mir gegenüber, wie alltäglich mehrere Male, so oft die Briefe kommen, und öffnete zunächst die Kuverts, um mir dann den Inhalt vorzulegen. Aber noch ehe sie damit be­ginnen kann, höre ich die Frage klingen: “Wer ist das Herzle? So heißt doch eigentlich niemand. Das muß ein Kosename sein.”
Ja, es ist allerdings ein Kosename. Er stammt aus dem ersten Band meiner “Erzgebirgischen Dorfgeschichten”. Da kommt ein “Musterbergle”, ein “Musterdörfle”, ein “Mustergärtle” und ein “Musterhäusle” vor, in dem das “Herzle” mit ihrer Mutter wohnt. Dieses “Herzle” ist der, wenn auch nicht körperliche, aber doch seelische Abglanz meiner Frau, und wenn ich das Porträt, indem ich an ihm arbeitete, so liebgewann, daß ich es “Herzle” nannte, so versteht es sich wohl ganz von selbst, daß


Tags: , ,

Filed in Karl May | Kommentare deaktiviert

Karl May – Winnetou III

admin am Okt 14th 2011

Als EPUB downloaden

Winnetou III

An der großen Westbahn
Die Stakemen
Unter den Comanchen
In Californien
Die Railtroublers
Helldorf-Settlement
Am Hancockberg
Das Testament des Apachen
Nachwort

An der großen Westbahn
Ich hatte gute Gründe, vorsichtig zu sein. Wir waren in einer Gesellschaft von zwölf Männern vom Ufer des Platte aufgebro­chen, um im Osten der Felsenberge hinabzugehen nach Texas. Zu derselben Zeit hatten die verschiedenen Stämme der Sioux ihre Lagerdörfer verlassen, weil einige ihrer Krieger getötet worden waren und sie nun Rache nehmen wollten. Wir wußten dies, fielen aber trotz aller List in ihre Hände und wurden nach einem harten, blutigen Kampfe, in welchem fünf von uns das Leben ließen, nach allen Richtungen über die Prairie zerstreut.
Da die Indsmen aus unserer Fährte, die wir nicht ganz zu ver­wischen vermochten, wohl ersehen hatten, daß wir nach Süden gingen, so war mit Sicherheit anzunehmen, daß sie uns folgen würden. Es galt also, die Augen offen zu halten, wenn man nicht das Glück haben wollte, sich eines Abends in die Decke zu wickeln und am Morgen dann ohne Skalp in den »ewigen Jagd­gründen« zu erwachen.


Tags: , ,

Filed in Karl May | Kein Kommentar bis jetzt

Karl May – Winnetou II

admin am Okt 14th 2011

Als EPUB downloaden

Winnetou II

Als Detektive
Die Kukluxer
Ueber die Grenze
Durch die Mapirni
Old Firehand
In der »Festung«
Der Pedlar

Als Detektive
Kaum ist der erste Band von Winnetou ausgegeben worden, so gehen von den Lesern desselben schon zahlreiche Fragen nach dem weiteren Verlaufe der Ereignisse bei mir ein. Dieser wurde ein ganz anderer, als ich damals dachte.
Wir kamen nach einem wahren Parforceritte an die Mündung des Rio Boxo de Natchitoches, wo wir erwarteten, einen von Winnetou zurückgelassenen Apachen vorzufinden. Leider ging diese Hoffnung nicht in Erfüllung. Freilich Spuren von Men­schen, welche dagewesen waren, fanden wir, aber was für wel­che! Nämlich die Leichen der beiden Traders, welche uns Aus­kunft über das Dorf der Kiowas gegeben hatten. Sie waren er­schossen worden, und zwar von Santer, wie ich später durch Winnetou erfuhr.
Santers Kanoefahrt war so rasch vor sich gegangen, daß er die Mündung des genannten Flusses zugleich mit den Händlern er­reicht hatte, obgleich diese eher als er das Zeltlager Tanguas verlassen hatten. Er war gezwungen gewesen, auf die Nuggets Winnetous zu verzichten, und also mittellos; da stachen ihm die Waren der Traders in die Augen, und um sich derselben zu be­mächtigen, erschoß er die zwei ahnungslosen Männer, höchst


Tags: ,

Filed in Karl May | Kein Kommentar bis jetzt

Karl May – Winnetou I

admin am Okt 14th 2011

Als EPUB downloaden

Winnetou I

Einleitung
Ein Greenhorn
Klekih-petra
Winnetou in Fesseln
Zweimal um das Leben gekämpft
»Schöner Tag«
Sams Befreiung

Einleitung.
Immer fällt mir, wenn ich an den Indianer denke, der Türke ein; dies hat, so sonderbar es erscheinen mag, doch seine Be­rechtigung. Mag es zwischen beiden noch so wenig Punkte des Vergleichs geben, sie sind einander ähnlich in dem einen, daß man mit ihnen, allerdings mit dem Einen weniger als mit dem Andern, abgeschlossen hat: Man spricht von dem Türken kaum anders als von dem “kranken Mann”, während Jeder, der die Verhältnisse kennt, den Indianer als den “sterbenden Mann” bezeichnen muß.
Ja, die rote Nation liegt im Sterben! Vom Feuerlande bis weit über die nordamerikanischen Seen hinauf liegt der riesige Pati­ent ausgestreckt, niedergeworfen von einem unerbittlichen


Tags: , ,

Filed in Karl May | Kein Kommentar bis jetzt

Karl May – Weihnacht!

admin am Okt 14th 2011

Als EPUB downloaden

“Weihnacht!”

Inhalt:
Einleitung
Der Prayer-man
Old Jumble
»Sti-i-poka«
Im Schnee

Einleitung

Weihnacht!
Welch ein liebes, liebes, inhaltsreiches Wort! Ich behaupte, daß es im Sprachschatze aller Völker und aller Zeiten ein zweites Wort von der ebenso tiefen wie beseligenden Bedeutung dieses einen weder je gegeben hat noch heute giebt. Dem gläubigen Christen ist es der Inbegriff der heißersehnten Erfüllung langen Hoffens auf die Erlösung aller Kreatur, und auch für den Zweif­ler bedeutet es eine alljährlich wiederkehrende Zeit allgemeiner Festlichkeit, der Familienfreude und der strahlenden Kinderau­gen. Jenem leuchtet in der tiefsten Tiefe seines Herzens der Wahrspruch »Jesus Christus gestern und heut und derselbe in alle Ewigkeit!« und dieser stimmt wohl unwillkürlich auch mit ein oder läßt wenigstens seine Kinder einstimmen in den Froh­gesang
»Welt ging verloren, Christus ward geboren; Freue dich, o Christenheit!«
Unter Palmen ging der längst erwartete Zweig Isais, des Beth­lehemiten, auf, und über Bethlehem strahlte der Stern, welcher


Tags: , ,

Filed in Karl May | Kein Kommentar bis jetzt

Karl May – Von Bagdad nach Stambul

admin am Okt 14th 2011

Als EPUB downloaden

Von Bagdad nach Stambul

Der vorliegende Text ist im Deutschen Hausschatz unter dem Titel “Die Todes-Karavane”, “In Damaskus und Baalbeck”, “Stambul” und “Der letzte Ritt” erschienen.

Unter Dieben
Ein Ueberfall
Im Kampfe gefallen
In Bagdad
Die Todeskarawane
In Damaskus
In Stambul
In Edreneh

Die Todes-Karavane.
Reise-Erinnerung von Karl May.

Unter Dieben
Im Süden von den großen syrischen und mesopotamischen Wüsteneinöden liegt, vom rothen Meere und von dem persi­schen Golfe umgeben, die Halbinsel Arabien, welche ihre äu­ßerste Kante weit in das stürmereiche arabisch-indische Meer hinein erstreckt.
An drei Seiten ist dieses Land von einem zwar schmalen, aber außerordentlich fruchtbaren Küstensaume eingefaßt, welcher nach innen zu einer weiten, wüsten Hochebene emporsteigt, deren theils trübselige, theils groteske Landschaftsbilder beson­ders im Osten durch hohe, unwegsame Gebirgsstöcke abge­schlossen werden, zu denen ganz hauptsächlich die öden Berge von Schammar zu zählen sind.
Dieses Land, dessen Quadratmeilenzahl man heut noch nicht genau anzugeben vermag, wurde im Alterthum eingetheilt in Arabia peträa, in Arabia deserta und in Arabia felix, zu Deutsch: in das peträische, wüste und glückliche Arabien. Wenn noch öfters jetzt gewisse Geographen der Ansicht sind,


Tags: ,

Filed in Karl May | Kein Kommentar bis jetzt

Karl May – Old Surehand III

admin am Okt 14th 2011

Als EPUB downloaden

Old Surehand III

Schahko Matto
Kolma Putschi
Im Kui-erant-yuaw
Am Devils-head

Schahko Matto
Wie oft sind mir von den Gefährten meiner Erlebnisse und spä­ter von den Lesern meiner Bücher Vorwürfe darüber gemacht worden, daß ich schlechte Menschen, welche uns nichts als Feindschaft erwiesen und nichts als Schaden bereiteten, dann, wenn sie in unsere Hände gerieten und wir uns also rächen konnten, zu mild und nachsichtig behandelt habe! Ich bin ob­jektiv genug gewesen, diese Vorwürfe in jedem einzelnen Falle auch von der Seite aus zu betrachten, von welcher aus sie be­rechtigt zu sein schienen, habe aber stets gefunden und finde auch heute noch, daß mein Verhalten das richtige gewesen ist. Es ist ein großer Unterschied zwischen Rache und Strafe. Ein rachsüchtiger Mensch ist kein guter Mensch; er handelt nicht nur unedel, sondern verwerflich; er greift, ohne irgend ein Recht dazu zu besitzen, der göttlichen und der menschlichen Gerechtigkeit vor und läßt dadurch, daß er seinem Egoismus, seiner Leidenschaft die Zügel überwirft, nur merken, wie ver­ächtlich schwach er ist. Ganz anders steht es um die Strafe. Sie ist eine ebenso natürliche wie unausbleibliche Folge jeder That, die von den Gesetzen und von der Stimme des Gewissens ver­urteilt wird. Nur darf nicht jedermann, auch nicht einmal derje-


Tags: , ,

Filed in Karl May | Kein Kommentar bis jetzt

Karl May – Old Surehand II

admin am Okt 14th 2011

Als EPUB downloaden

Old Surehand II

Bei Mutter Thick
Der Königsschatz
Ein Korsar
Die verkehrten Toasts

Bei Mutter Thick
Jefferson-City, die Hauptstadt des Staates Missouri und zu­gleich der Hauptort des County Cole, liegt am rechten Ufer des Missouri auf einer anmutigen Höhe, welche einen sehr inter­essanten Blick auf den unten strömenden Fluß und das auf demselben herrschende rege Leben und Treiben bietet. Die Stadt hatte damals viel weniger Einwohner als jetzt, war aber trotzdem bedeutend durch ihre Lage und durch den Umstand, daß hier die regelmäßigen Sitzungen des Distriktsgerichts ab­gehalten wurden. Es gab mehrere große Hotels da, welche für gutes Geld passable Wohnung und genießbares Essen gewähr­ten; ich verzichtete aber darauf, in einem derselben einzukeh­ren, weil ich erstens das Hotelleben nicht liebe, sondern lieber dahin gehe, wo ich die Menschen in ihrer Ursprünglichkeit ken­nen lernen kann, und weil es zweitens einen Ort gab, an wel­chem man für viel weniger Geld sehr gut wohnte und vortreff­lich verpflegt wurde. Das war Firestreet No. 15 bei Mutter Thick, in dem von den Seen bis zum mexikanischen Golfe und von Boston bis San Francisco wohlbekannten Boardinghouse, an welchem gewiß kein echter Westmann, falls er einmal nach Jefferson-City kam, vorüberging, ohne einen kürzeren oder län-


Tags: , ,

Filed in Karl May | Kein Kommentar bis jetzt

Karl May – Old Surehand I

admin am Okt 14th 2011

Als EPUB downloaden

Old Surehand I

Old Wabble
In der Oase
In der Kaktusfalle
Der »General«

Old Wabble
Auf meinen vielen Reisen und weiten Wanderungen habe ich, besonders unter den sogenannten Wilden und Halbcivilisierten, sehr oft Menschen gefunden, die mir liebe Freunde wurden und denen ich noch heute ein treues Andenken bewahre und bis zu meinem Tode weiter bewahren werde. Keiner aber hat meine Liebe in dem Grade besessen wie Winnetou, der berühmte Häuptling der Apatschen. Alle meine Leser kennen ihn, den edelsten der Indianer; sie wissen, wie ich mit ihm bekannt ge­worden bin, und daß meine Anhänglichkeit für ihn mich immer und immer wieder, selbst aus dem fernen Afrika und Asien, zu ihm hinübergetrieben hat in die Prairien, Wälder und Felsenge­birge Nordamerikas. Selbst wenn meine Ankunft drüben eine nicht vorher bestimmte war und wir also kein Stelldichein hat­ten verabreden können, wußte ich ihn doch bald zu treffen. Entweder ritt ich in solchen Fällen nach dem Rio Pecos zu dem Sonderstamme der Apatschen, dem er entstammte, und hörte dort, wo er sich befand, oder ich erfuhr dies von den Westmän­nern oder Indianern, die mir begegneten. Winnetous Thaten sprachen sich sehr schnell herum, und so oft er sich wo sehen ließ, wurde es bald in weitem Umkreise bekannt.


Tags: , ,

Filed in Karl May | Kein Kommentar bis jetzt

Karl May – Khong-Kheou, das Ehrenwort

admin am Okt 14th 2011

Als EPUB downloaden

Khong-Kheou, das Ehrenwort

Einleitung
»Tsching tsching tschin!«
T’eu Kuan
Daheim, daheim!

Einleitung
Mein lieber, guter Kamerad, hast du vielleicht den »blauroten Methusalem« gekannt? Ganz gewiß, nämlich wenn du in der betreffenden Universitätsstadt geboren bist oder, wenn auch nur für einige Tage, als Gast dort geweilt hast. Er war das le­bendige Wahrzeichen der dortigen Alma mater. Niemand konn­te an ihm vorüber sehen, und wer ihn einmal erblickt hatte, dem war es unmöglich, ihn jemals wieder zu vergessen.
Er wohnte seit wer weiß wie vielen Semestern in der Humboldt­straße und studierte – ja, wer konnte das wohl sagen! Wem es eingefallen wäre, ihn danach zu fragen, dem hätte er mit der Klinge geantwortet, und er war als der beste Schläger bekannt und gefürchtet.
Zur ganz bestimmten Minute trat er aus dem Hause, in dessen Parterre der chinesische Theehändler Ye-Kin-Li einen prächtig eingerichteten Verkaufsladen besaß, schritt, gefolgt von seinem Wichsier, die Straße entlang, bog rechts in das Pfeffergäßchen ein und verschwand dort in der Thüre des »Geldbriefträgers von Ninive«. So nämlich nannten die Studenten dieses viel be­suchte Bierlokal. Genau zu einer ebenso bestimmten Minute verließ er dasselbe, um nach seiner Wohnung zurückzukehren.


Tags: ,

Filed in Karl May | Kein Kommentar bis jetzt