Lexika

Satzgd

Satz des Grundes

Der Satz des Grundes, besagt, dass alles Grund ist und Folgen hat.

Er folgt nach Baumgarten aus dem Satz des Widerspruches.

Der Satz des Grundes hat seine erkenntnistheoretische Entsprechung im Satz vom zureichenden Grunde.

Reinschl

Reiner Schluss

Als reinen Schluss (lat.: ratiocinium purum) bezeichnet Kant einen mittelbaren Schlüß aus drei Urteilen, die durch einen Mittelbegriff verbunden sind. Z. B. ist der einfache kategorische Syllogismus ein reiner Schluss.

Der reine Schluss wird dem vermischten Schluss gegenübergestellt.

Rel Schl

Schluss mit Relationsstufen

Als Schluss mit Relationsstufen bezeichnet man eine Form des mittelbaren Schlusses mit Relationsurteilen. Dieser Schlusstyp war bereits den Stoikern bekannt. Sie führen folgendes Beispiel an:

Der Wohlstand des Theon ist zweimal größ als der des Dion.
Der Wohlstand des Phylon ist zweimal größer als der des Theon.
Der Wohlstand des Phylon ist viermal größer als der des Dion.

Dieses Schlussverfahren wurde u. a. von Galen analysiert.

Relbegr

Relativer Begriff

Begriff, der Eigenschaften von Gegenständen enthält, deren Existenz unmittelbar von der Existenz anderer Gegenstände abhängt, z. B. der Begriff Tochter. Dieser Begriff wird stets mit den Begriffen Vater bzw. Mutter assoziiert.

Rellosb

Relationsloser Begriff

Andere Bezeichnung für absolute Begriffe.

Remota

causa remota

In der Kausalreihe a, b, c… n ist die Ursache c causa remota (entfernteste Ursache) oder causa mediata (mittelbare Ursache) der Wirkung a, da da zwischen a und c die Ursache b liegt.

Von der causa remota wird die causa proxima unterschieden.

Represen

Repräsentation

Als Repräsentation bezeichnet man das, was für etwas steht, auf etwas referiert oder etwas denotiert.

Der philosophische Streit geht um Fragen wie die

  • ob das Postulieren solcher Repräsentationen zur Erklärung der geistigen Vorgänge unvermeidlich ist,
  • ob die Annahme geistiger Repräsentationen begrifflich kohärent ist,
  • welcher Art die Repräsentationen sein sollen.

Häufig werden Vorstellungen unter dem Terminus geistige (mentale, innere) Repräsentation erörtert.

Der Terminus Repräsentation ist ein zentraler Begriff des repräsentationalen Realismus.

Resolut

Resolutives Verfahren

Die naturalistischen Aristoteliker der Renaissance unterschieden das resolutive Erklärungsverfahren vom kompositiven Verfahren.

Beim resolutive Verfahren erfolgt die Auflösung der Wirkung in deren gesuchten Ursachen.

Reste

Methode der Reste

Die Methode der Reste ist eine der Methoden zur Untersuchung kausaler Zusammenhänge. Sie wurde von F. Bacon formuliert und von Mill näher untersucht.

Diese Methode geht davon aus, dass wenn man von einer Erscheinung jenen Teil abzieht, der, wie aus früheren Induktionen bekannt ist, die Folge einiger bestimmter Ursachen ist, der Rest dieser Erscheinung die Folge der übrigen Ursachen sein muss.

Die Methode der Reste ist eine Form der ausscheidenden Induktion.

Reihe

Kausalreihe

Eine Kausalkette heißt Kausalreihe (auch: Ursache-Wirkungs-Reihe), wenn sie linear ist, d. h. keine Verzweigungen hat. Der Begriff Kausalreihe wird in der Kausaltheorie untersucht.