Wanderlieder
von Josef Freiherr von Eichendorff.
Eine ErzÀhlung.
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Der irre Spielmann
Der irre Spielmann
Aus stiller Kindheit unschuldiger Hut
Trieb mich der tolle, frevelnde Mut.
Seit ich da drauĂen so frei nun bin,
[…]
Letzte Heimkehr
Letzte Heimkehr
Der Wintermorgen glÀnzt so klar,
Ein Wandrer kommt von ferne,
Ihn schĂŒttelt Frost, es starrt sein Haar,
Ihm log […]
Zwielicht
Zwielicht
DĂ€mmrung will die FlĂŒgel spreiten,
Schaurig rĂŒhren sich die BĂ€ume,
Wolken ziehn wie schwere TrĂ€ume â
Was will dieses Graun […]
Nachts
Nachts
Ich wandre durch die stille Nacht,
Da schleicht der Mond so heimlich sacht
Oft aus der dunklen WolkenhĂŒlle,
Und hin […]
Der wandernde Musikant
Der wandernde Musikant
1
Wandern lieb ich fĂŒr mein Leben,
Lebe eben wie ich kann,
Wollt ich mir auch MĂŒhe geben,
[…]
Die Zigeunerin
Die Zigeunerin
Am Kreuzweg, da lausche ich, wenn die Stern
Und die Feuer im Walde verglommen,
Und wo der erste Hund bellt […]
Der wandernde Student
Der wandernde Student
Bei dem angenehmsten Wetter
Singen alle Vögelein,
Klatscht der Regen auf die BlÀtter,
Sing ich so fĂŒr mich […]
Heimweh
Heimweh
Wer in die Fremde will wandern,
Der muĂ mit der Liebsten gehn,
Es jubeln und lassen die andern
Den Fremden […]
An der Grenze
An der Grenze
Die treuen Berg stehn auf der Wacht:
»Wer streicht bei stiller Morgenzeit
Da aus der Fremde durch die Heid?« […]
Wanderlied der Prager Studenten
Wanderlied der Prager Studenten
Nach SĂŒden nun sich lenken
Die Vöglein allzumal,
Viel Wandrer lustig schwenken
Die HĂŒt im Morgenstrahl.
[…]
RĂŒckkehr
RĂŒckkehr
Wer steht hier drauĂen? â Macht auf geschwind!
Schon funkelt das Feld wie geschliffen,
Es ist der lustige Morgenwind,
Der […]
Im Walde
Im Walde
Es zog eine Hochzeit den Berg entlang,
Ich hörte die Vögel schlagen,
Da blitzten viel Reiter, das Waldhorn klang,
[…]
Zur Hochzeit
Zur Hochzeit
Was das fĂŒr ein Gezwitscher ist!
Durchs Blau die Schwalben zucken
Und schrein: »Sie haben sich gekĂŒĂt!«
Vom Baum […]
WandersprĂŒche
WandersprĂŒche
1
Es geht wohl anders, als du meinst:
Derweil du rot und fröhlich scheinst,
Ist Lenz und Sonnenschein verflogen,
[…]
Wandernder Dichter
Wandernder Dichter
Ich weiĂ nicht, was das sagen will!
Kaum tret ich von der Schwelle still,
Gleich schwingt sich eine Lerche auf
[…]
Erinnerung
Erinnerung
1
Lindes Rauschen in den Wipfeln,
Vöglein, die ihr fernab fliegt,
Bronnen von den stillen Gipfeln,
Sagt, wo meine […]
Der Morgen
Der Morgen
Fliegt der erste Morgenstrahl
Durch das stille Nebeltal,
Rauscht erwachend Wald und HĂŒgel:
Wer da fliegen kann, nimmt FlĂŒgel!
[…]
Mittagsruh
Mittagsruh
Ăber Bergen, FluĂ und Talen,
Stiller Lust und tiefen Qualen
Webet heimlich, schillert, Strahlen!
Sinnend ruht des Tags GewĂŒhle
[…]
Der Abend
Der Abend
Schweigt der Menschen laute Lust:
Rauscht die Erde wie in TrÀumen
Wunderbar mit allen BĂ€umen,
Was dem Herzen kaum […]
Die Nacht
Die Nacht
Wie schön, hier zu vertrÀumen
Die Nacht im stillen Wald,
Wenn in den dunklen BĂ€umen
Das alte MĂ€rchen hallt.
[…]
Wegweiser
Wegweiser
»Jetzt muĂt du rechts dich schlagen,
Schleich dort und lausche hier,
Dann schnell drauf los im Jagen â
So wird […]
TĂ€uschung
TĂ€uschung
Ich ruhte aus vom Wandern,
Der Mond ging eben auf,
Da sah ich fern im Lande
Der alten Tibet Lauf,
[…]
Allgemeines Wandern
Allgemeines Wandern
Vom Grund bis zu den Gipfeln,
Soweit man sehen kann,
Jetzt blĂŒhts in allen Wipfeln,
Nun geht das Wandern […]
Schöne Fremde
Schöne Fremde
Es rauschen die Wipfel und schauern,
Als machten zu dieser Stund
Um die halbversunkenen Mauern
Die alten Göttec die […]
Liebe in der Fremde
Liebe in der Fremde
1
Jeder nennet froh die Seine,
Ich nur stehe hier alleine,
Denn was frĂŒge wohl die Eine:
[…]
Lustige Musikanten
Lustige Musikanten
Der Wald, der Wald! daĂ Gott ihn grĂŒn erhalt,
Gibt gut Quartier und nimmt doch nichts dafĂŒr.
Zum grĂŒnen Wald […]
Sehnsucht
Sehnsucht
Es schienen so golden die Sterne,
Am Fenster ich einsam stand
Und hörte aus weiter Ferne
Ein Posthorn im stillen […]
Abschied
Abschied
O TÀler weit, o Höhen,
O schöner, grĂŒner Wald,
Du meiner Lust und Wehen
AndÀchtger Aufenthalt!
Da drauĂen, stets […]
Wann der Hahn krÀht
Wann der Hahn krÀht
Wann der Hahn krÀht auf dem Dache,
Putzt der Mond die Lampe aus,
Und die Stern ziehn von […]
Vor der Stadt
Vor der Stadt
Zwei Musikanten ziehn daher
Vom Wald aus weiter Ferne,
Der eine ist verliebt gar sehr,
Der andre wĂ€r […]
Dryander mit der Komödiantenbande
Dryander mit der Komödiantenbande
Mich brennts an meinen Reiseschuhn,
Fort mit der Zeit zu schreiten â
Was wollen wir agieren nun
[…]
Der verliebte Reisende
Der verliebte Reisende
1
Da fahr ich still im Wagen,
Du bist so weit von mir,
Wohin er mich mag tragen,
[…]
RĂŒckkehr
RĂŒckkehr
Mit meinem Saitenspiele,
Das schön geklungen hat,
Komm ich durch LĂ€nder viele
ZurĂŒck in diese Stadt.
Ich ziehe durch […]
Auf einer Burg
Auf einer Burg
Eingeschlafen auf der Lauer
Oben ist der alte Ritter;
DrĂŒber gehen Regenschauer,
Und der Wald rauscht durch das […]
Jahrmarkt
Jahrmarkt
Sinds die HĂ€user, sinds die Gassen?
Ach, ich weiĂ nicht wo ich bin!
Hab ein Liebchen hier gelassen,
Und manch […]
Frische Fahrt
Frische Fahrt
Laue Luft kommt blau geflossen,
FrĂŒhling, FrĂŒhling soll es sein!
WaldwÀrts Hörnerklang geschossen,
Mutger Augen lichter Schein;
Und […]
In der Fremde
In der Fremde
Ich hör die BÀchlein rauschen
Im Walde her und hin,
Im Walde in dem Rauschen
Ich weiĂ nicht, […]
Der frohe Wandersmann
Der frohe Wandersmann
Wem Gott will rechte Gunst erweisen,
Den schickt er in die weite Welt;
Dem will er seine Wunder weisen
[…]
Der Maler
Der Maler
Aus Wolken, eh im nÀchtgen Land
Erwacht die Kreaturen,
Langt Gottes Hand,
Zieht durch die stillen Fluren
Gewaltig […]
Der Soldat
Der Soldat
1
Ist auch schmuck nicht mein RöĂlein,
So ists doch recht klug,
TrĂ€gt im Finstern zu ’nem SchlöĂlein
[…]
Seemanns Abschied
Seemanns Abschied
Ade, mein Schatz, du mochtst mich nicht,
Ich war dir zu geringe.
Einst wandelst du bei Mondenlicht
Und hörst […]
Die Spielleute
Die Spielleute
FrĂŒhmorgens durch die KlĂŒfte
Wir blasen Viktoria!
Eine Lerche fĂ€hrt durch die LĂŒfte:
»Die Spielleut sind schon da!«
[…]