Karl May – Khong-Kheou, das Ehrenwort

admin am Okt 14th 2011


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Das geschah täglich dreimal: Vormittags, Nachmittags und des Abends, und zwar mit solcher Regelmäßigkeit, daß die Anwoh­ner der Humboldtstraße und des Pfeffergäßchens es sich ange­wöhnt hatten, ihre stehen gebliebenen oder falsch gehenden Uhren nach ihm zu richten.
Eines Tages aber warteten sie vergeblich auf sein Erscheinen. Man wunderte sich; man schüttelte den Kopf. Als er auch am nächsten Tage nicht erschien, begann man, bedenklich zu wer­den. Am dritten Tage beschloß man, seine Wirtin zu interview­en, und erfuhr auf diesem Wege, daß er die Miete auf zwei Jah­re vorausbezahlt habe und dann verschwunden sei. Wohin? Das war nicht zu erfahren. Erst später sprach es sich herum, daß er den Sohn der Wirtin mitgenommen habe. Diese mußte das Ziel der Reise kennen, und da sie sich nicht ein darauf bezügliches Wort entlocken ließ, so handelte es sich jedenfalls um ein Ge­heimnis, dessen Enthüllung man der Zukunft überlassen muß­te.
An jenem Vormittage, an welchem der »blaurote Methusalem« zum letztenmal im »Geldbriefträger von Ninive« gesehen wor­den war, hatte er selbst keine Ahnung davon gehabt, daß er


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