Karl May – Durch die Wüste

admin am Okt 14th 2011


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Durch die Wüste

»Giölgeda padishanün«.
Reise-Erinnerungen aus dem Türkenreiche von Karl MayAbu el Nassr.
»Und ist es wirklich wahr, Sihdi, daß Du ein Giaur bleiben willst, ein Un­gläubiger, welcher verächtlicher ist als ein Hund, widerlicher als eine Rat­te, die nur Verfaultes frißt?«
»Ja.«
»Effendi, ich hasse die Ungläubigen und gönne es ihnen, daß sie nach ih­rem Tode in die Dschehenna kommen, wo der Teufel wohnt; aber Dich möchte ich retten vor dem ewigen Verderben, welches Dich ereilen wird, wenn Du Dich nicht zum Ikrar bil Lisan, zum heiligen Zeugnisse, be­kennst. Du bist so gut, so ganz anders als andere Sihdis, denen ich ge­dient habe, und darum werde ich Dich bekehren, Du magst wollen oder nicht.«
So sprach Halef, mein Diener und Wegweiser, mit dem ich in den Schluch­ten und Klüften des Dschebel Aures herum gekrochen und dann nach dem Dra el Haua heruntergestiegen war, um über den Dschebel Tarfaui nach Seddada, Kris und Dgasche zu kommen, von welchen Orten aus ein Weg über den berüchtigten Schott Dscherid nach Fetnassa und Kbilli führt.
Halef war ein eigentümliches Kerlchen. Er war so klein, daß er mir kaum bis unter die Arme reichte, und dabei so hager und dünn, daß man hätte behaupten mögen, er habe ein volles Jahrzehnt zwischen den Löschpa­pierblättern eines Herbariums in fortwährender Pressung gelegen. Dabei


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