Shakespeare – Der Kaufmann von Venedig

admin am Okt 25th 2011


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würde?

Doch sagt mir nichts; ich weiß, Antonio

Ist traurig, weil er seines Handels denkt.

Antonio.

Glaubt mir, das nicht; ich dank es meinem Glück:

Mein Vorschuß ist nicht einem Schiff vertraut,

Noch einem Ort; noch hängt mein ganz Vermögen

Am Glücke dieses gegenwärtgen Jahrs;

Deswegen macht mein Handel mich nicht traurig.

Solanio.

So seid Ihr denn verliebt?

Antonio.

Pfui, pfui!

Solanio.

Auch nicht verliebt? Gut denn, so seid Ihr traurig,

Weil Ihr nicht lustig seid; Ihr könntet eben

Auch lachen, springen, sagen: Ihr seid lustig,

Weil Ihr nicht traurig seid. Nun, beim zweiköpfgen Janus!

Natur bringt wunderliche Käuz ans Licht:

Der drückt die Augen immer ein und lacht

Wie ‘n Starmatz über einen Dudelsack;

Ein andrer von so saurem Angesicht,

Daß er die Zähne nicht zum Lachen wiese,

Schwür Nestor auch, der Spaß sei lachenswert.

Bassanio, Lorenzo und Graziano kommen.

Hier kommt Bassanio, Euer edler Vetter,

Graziano und Lorenzo; lebt nun wohl,

Wir lassen Euch in besserer Gesellschaft.

Salarino.

Ich wär geblieben, bis ich Euch erheitert;

Nun kommen wertre Freunde mir zuvor.

Antonio.

Sehr hoch steht Euer Wert in meiner Achtung;

Ich nehm es so, daß Euch Geschäfte rufen

Und Ihr den Anlaß wahrnehmt, wegzugehn.

Salarino.

Guten Morgen, liebe Herren!

Bassanio.

Ihr lieben Herrn, wann lachen wir einmal?

Ihr macht euch gar zu selten: muß das sein?

Salarino.

Wir stehen Euch zu Diensten, wann’s beliebt. (Salarino und Solanio ab.)

Lorenzo.

Da Ihr Antonio gefunden habt,

Bassanio, wollen wir Euch nun verlassen.

Doch bitt ich, denkt zur Mittagszeit daran,

Wo wir uns treffen sollen.

Bassanio.

Rechnet drauf.

Graziano.

Ihr seht nicht wohl, Signor Antonio;

Ihr macht Euch mit der Welt zuviel zu schaffen:

Der kommt darum, der mühsam sie erkauft.

Glaubt mir, Ihr habt Euch wunderbar verändert.

Antonio.

Mir


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