Shakespeare – Das Winter-Mährchen
admin am Okt 25th 2011
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von den vielen Tausenden haben, die wir euch schuldig sind.
Leontes.
Sparet eure Danksagung noch eine Weile und erstattet sie, wenn ihr abreiset.
Polixenes.
Das wird morgen seyn, mein Herr: Ich kan mich nicht entbrechen Zufälle zu besorgen, welche meine Abwesenheit veranlassen könnte – - und wenn auch das nicht wäre, so hab’ ich mich schon lange genug aufgehalten, um Eurer Majestät beschwerlich zu seyn.
Leontes.
Wir sind von keiner so schwachen Composition, Herr Bruder, daß ihr uns sobald zu schwer seyn solltet.
Polixenes.
Ich kan mich nicht länger aufhalten.
Leontes.
Nur noch eine Woche.
Polixenes.
In vollem Ernst, es muß morgen seyn.
Leontes.
So wollen wir wenigstens noch einen Tag dazu thun: Ihr sehet, daß ich keinen Vortheil bey dieser Theilung habe.
Polixenes.
Sezet nicht weiter in mich, ich bitte euch: Es ist keine so beredte Zunge in der Welt, nein in der ganzen Welt nicht, die mich so bald gewinnen könnte als die eurige: Und sie würde mich auch izt gewinnen, wenn ihr meiner Gegenwart benöthiget wäret, so nöthig es immer auf meiner Seite seyn möchte, wieder abzureisen. Meine Angelegenheiten ziehen mich nach Hause: Eine längere Abwesenheit würde mir, gegen eure freundschaftliche Absicht, nachtheilig seyn; so wie ein längerer Aufenthalt euch nur zur Beschwerde gereicht – - es wird also beydem abgeholfen, mein Bruder, wenn wir uns von euch beurlauben.
Leontes.
Ist euch die Zunge gebunden, meine Königin? Redet ihr – -
Hermione.
Ich dachte, mein Herr, ich wollte nicht eher reden, bis ihr ihn genöthigt haben würdet zu schwören, daß er nicht länger bleiben wolle. Ihr bittet ihn zu kaltsinnig. Sagt ihm, ihr seyd versichert, daß in Böhmen alles wohl stehe; ihr hättet erst gestern Nachrichten erhalten; sagt ihm das, so habt ihr ihn aus seinem besten Posten getrieben.
Leontes.
Wol gesprochen, Hermione.
Hermione.
Wenn er sagte, es verlange ihn seinen Sohn wieder zu sehen,
Tags: Das Winter-Mährchen, Shakespeare
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