Hector Berlioz – Faust’s Verdammung

admin am Jan 21st 2012


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Hector Berlioz

Faust’s Verdammung

Dramatische Legende in vier Abteilungen

Personen

Faust (Tenor)

Mephisto (Bariton oder Bass)

Margarete (Mezzo-Sopran)

Brander (Bass)

Die Fürsten der Finsternis (Bässe)

Eine Stimme von oben (Sopran)

Chor der Bauern

Osterchor

Chor der Trinker

Chor der Sylphen und Gnomen

Chor der Soldaten

Chor der Studenten

Chor der Irrlichter

Chor der Nachbarn

Chor der Höllengeister

Chor der Seraphim

Chor der himmlischen Geister

Erster Teil.

1. Scene

Ebene in Ungarn.

FAUST allein bei Sonnenaufgang.

Der Winter floh, der holde Lenz ist da,

Frei von Eis rauschen Strom und Bäche;

Und sieh’, von des Himmels Dom hernieder

Strahlt rein und mild neuen Licht’s gold’ner Glanz. –

Ich fühle sanft den Hauch der linden Morgenlüfte,

Und meine heisse Brust saugt atmend süsse Düfte.

Wie zart tönt mir ins Herz holder Vögel Gesang!

Erfrischt fühl’ ich von Bach und Wald mich hier umrauscht!

O Wonne, zu geniessen der Ruh’ friedlicher Fluren,

Fern aller Menschen Kämpfe und fern ihrem Gewühle!

Ferne ländliche und kriegerische Klänge ertönen – Bruchstücke des folgenden Bauerntanzes und des Rakoczy-Marsches.

2. Scene

Bauerntanz

CHOR.

Der Schäfer putzte sich zu Tanz

Mit bunter Jacke, Band und Kranz;

Heisa! He!

Schmuck war er angezogen!

Schon um die Linde war es voll,

Und Alles tanzte schon wie toll,

Juchheisa! Heisa!

He! Tra la la,

So ging der Fiedelbogen.

FAUST. Was tönt von fern? – Gesang vernimmt mein Ohr! – Den Tag, der neu erwacht, feiert fröhlich das Volk mit Tanz und mit Gesang dort auf grünendem Plane. Um ihre Lust muss ich Armer sie neiden. –

CHOR.

Doch hurtig in dem Kreise ging’s,

Sie tanzten rechts, sie tanzten links.

Heisa! He!

Und alle Röcke flogen.

Sie wurden rot, sie wurden warm,

Und ruhten atmend Arm in Arm,

Juchheisa! Heisa!

He! Tra


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