Gaetano Donizetti – Don Pasquale

admin am Jan 24th 2012


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Gaetano Donizetti

Don Pasquale

Komische Oper in drei Akten

Personen

Don Pasquale, ein alter Junggeselle, altmodisch, geizig, leichtgläubig, eigensinnig, im Grunde

ein guter Kerl (Baß)

Doktor Malatesta, Arzt, ein findiger Kopf, zu allen Scherzen gern aufgelegt,

unternehmungslustig (Bariton)

Ernesto, Neffe des Don Pasquale, jung, glücklicher Liebhaber von Norina (Tenor)

Norina, eine junge Witwe, sprunghaftes Naturell, unfähig Widerspruch zu ertragen, aber

aufrichtig und gefühlvoll (Sopran)

Ein Notar, verkleideter Freund Malatestas (Baß)

Ein Haushofmeister. Mehrere Bediente und Mägde. Eine Putzmacherin. Ein Friseur

Ort und Zeit der Handlung: Rom um 1750

Ouvertüre

Erster Akt

Saal im Hause Don Pasquales

Haupttüre im Hintergrunde, zwei Seitentüren nach den anderen Zimmern. Es ist Tag.

Erster Auftritt

Don Pasquale allein. Dann Malatestas Stimme.

Nr. 1. Introduktion

DON PASQUALE sieht ungeduldig auf die Uhr.

Schon um neune! Ach, der Doktor

könnte endlich wiederkommen!

Horch … mir scheint … er ist es … Unsinn!

‘s war im Garten nur der Wind.

Welch ein Pillchen, mein Herr Neffe,

geb’ ich Eurem Mund zu beißen,

und ich will Don Schafskopf heißen,

zeig’ ich Euch nicht, wer wir sind!

MALATESTA von draußen.

Ist’s erlaubt?

DON PASQUALE.

Nur näher, näher!

Zweiter Auftritt

Don Pasquale. Doktor Malatesta.

PASQUALE ängstlich.

Habt Ihr?

MALATESTA.

Ruhe! Haltung! Würde!

PASQUALE.

Mich zerquetscht der Sehnsucht Bürde …

Habt Ihr eine?

MALATESTA.

In der Tat!

PASQUALE.

Dank dem Himmel!

MALATESTA für sich.

O der Trottel! O Pasquale!

Laut.

Hört mich mit gespannten Ohren!

Eine, die für Euch geboren,

nur für Euch, Don, ganz allein!

PASQUALE.

Sprecht, ich bin nur noch zwei Ohren,

selig, stumm, ein Bild von Stein.

MALATESTA.

So höret!

Nr. 2. Romanze

MALATESTA.

Schön wie ein holder Engel,

hierher gesandt zur Erde,

und wie die Lilie keusch und rein,

kurz, eine ganz Verklärte.

Blicke voll ros’gem Lachen,

Blicke, die selig machen,

lächelnde, ros’ge Lippen

und wie Ebenholz das Haar.

PASQUALE.

Wie? Meine Frau das? O welch ein Glück!

Ach, Doktor, Doktor! Ist’s auch wahr?

MALATESTA.

Unschuldig wie ein Engel,

fremd allen bösen Trieben,

bescheiden wie ein Veilchen

und anmutig zum Verlieben.

Mildtätig mit den Armen,

voll Güte und Erbarmen;

Gott schuf es Euch zum Lieben,

dies Wesen wunderbar!

Rezitativ

PASQUALE.

Familie?

MALATESTA.

Fein, vermögend!

PASQUALE.

Der Name?

MALATESTA.

Wie der meine.

PASQUALE.

Verwandt mit Euch am Ende?

MALATESTA.

Ein bißchen, ja … entfernt …

PASQUALE.

O, was Ihr saget!

MALATESTA.

‘s ist meine Schwester!

PASQUALE.

O Freude! Das macht mich doppelt froh.

Wann darf ich sie sehen?

MALATESTA.

Nun


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