Gaetano Donizetti – Der Liebestrank
admin am Jan 24th 2012
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Gaetano Donizetti
Der Liebestrank
Komische Oper in zwei Aufzügen
Personen
Adina, eine junge reiche Pächterin, (Sopran)
Nemorino, ein junger Landmann, (Tenor)
Belcore, Sergeant, (Bariton)
Dulcamara, ein Quacksalber, (Baß)
Gianetta, ein Wäschermädchen, (Sopran)
Ein Notar
Ein Soldat
Ein Diener
Ein Mohr
Wäscherinnen. Landleute. Schnitter. Unteroffizier. Trommler. Trompeter. Soldaten. Knechte
Ort der Handlung: Ein Dorf im Florentinischen.
Im ersten Aufzug: Dorfgegend, Berge, Wald, Getreidefelder.
Im zweiten Aufzug: Innerer Hof von Adinas Pachtgut.
Zeit: 1815.
Spielzeit: Zweiundeineviertel Stunde.
Erste deutsche Aufführung: Berlin, Königstädtisches Theater, 26. Juni 1834.
Nr. 1. Präludium und Introduktion.
Der Vorhang hebt sich nach dem einundachtzigsten Takte.
Erster Aufzug.
Dorfgegend. Im Hintergrunde Berge, Wald und Getreidefelder. Hinten eine felsige Erhöhung, von
der sich ein Ablauf nach unten zieht. Rechts eine große Buche mit einem Tisch und zwei
Lehnschemeln davor; von der Buche nach dem Baume rechts Leinen mit Wäsche. Links vorn der
Pachthof mit Eingangsthür; vor dem Pachthof ein niederer Schemel. Links hinten ein Brunnen an
einem Baum; an dem Brunnen Zuber, mehrere Eimer und Waschkörbe.
Es ist inmitten des Tages.
Links und rechts vom Darsteller.
Erster Auftritt.
Gianetta. Adina. Nemorino. Bauern. Bäuerinnen. Schnitterinnen. Wäschermädchen. Knechte.
Gianetta und Adina letztere lesend, sitzen sich gegenüber auf den beiden Lehnschemeln unter
der großen Buche inmitten des Platzes.
Nemorino steht links vorn und betrachtet Adina unverwandten Blickes.
Wäschermädchen, Schnitterinnen, Bauern und Bäuerinnen in einer Gruppe um die Buche herum.
Knechte und Wäschermädchen um den Brunnen herum links hinten mit Waschen beschäftigt.
GIANETTA UND CHOR.
Vor des Tages Hitz’ und Schwüle
Schirmen uns der Buche Zweige;
Kurze Rast in frischer Kühle
Wird uns neue Kraft verleihn.
Wenn die Sonne Flammen sprühet,
Muß der kühle Quell uns laben,
Doch wenn Lieb’ im Herzen glühet,
Flößt kein Trunk uns Labung ein.
Nur wer sich der Lieb’ entziehet,
Kann beglückt und heiter sein.
Nur wer sich der Lieb’ entziehet,
Kann beglückt und heiter sein. –
Nr. 2. Kavatine.
NEMORINO die lesende Adina beobachtend.
Welche Schönheit, welche Reize,
Die Adina hold umschweben!
All mein Mühen, all mein Streben
Flößt ihr kein Erbarmen ein!
Sie gebildet und belesen,
Und ich arm beschränktes Wesen,
Ich kann nichts von all den Dingen,
Seufzen kann ich nur allein.
O wie schön! O wie schön, ach!
Welche Schönheit, welche Reize,
Die Adina hold umschweben!
All mein Mühen, all mein Streben
Flößt ihr kein Erbarmen ein!
Nein, ach, nein!
Flößt ihr kein Erbarmen ein!
Wer erheitert meine Sinne,
Lehrt mich liebenswürdig
Tags: Der Liebestrank, Gaetano Donizetti, Oper
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