Aristophanes – Die Wolken

admin am Jan 21st 2012


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Aristophanes

Die Wolken

(Nephelai)

Personen.

Sokrates

Chairephon

Schüler des Sokrates

Strepsiades

Pheidippides

Pasias

Amynias

Der Anwalt der guten Sache

Der Anwalt der schlechten Sache

Der Chor der Wolken

Zeugen, Sklaven

Erste Szene

Morgendämmerung. Straße einer Vorstadt von Athen. Wohnung des Sokrates. In deren Nähe das Haus des Strepsiades, in dessen Schlafzimmer man hineinsieht.

Strepsiades. Pheidippides. Im Hintergrund Sklaven. Alle schlafend auf ihrem Nachtlager.

STREPSIADES erwacht und gähnt.

I – uh! I – uh!

Allmächtiger Zeus, welch ewig lange Nächte!

Nein, zum Verzweifeln! – Will’s denn gar nicht tagen?

Den Hahnenschrei hab’ ich doch längst gehört. –

Die Sklaven schnarchen – – Sonst vertrieb man’s ihnen!

Mit der Faust agierend.

Auffahrend.

Ein wahres Elend, der verdammte Krieg!

Man muß sich scheu’n sogar, die Kerls zu prügeln.

Und auch mein hoffnungsvoller Junker dort,

Der wacht die ganze Nacht nicht auf und farzt,

In Geißfelldecken fünffach eingewickelt! –

Meinthalb! – Ich deck’ mich zu und schnarche mit. –

Nach einer Pause.

Ja, wenn ich schlafen könnte! – Au, das zwickt,

Das Zahlen, Rossefüttern, Schuldenmachen

Für dieses Früchtchen da! – Und er? – Mit langen

Gelockten Haaren reitet er und fährt,

Und träumt von nichts als Rossen. – Ich – verzweifle,

Sooft der Monat halb vorüber ist:

Da rückt der Zins heran. – He, Bube, Licht!

Und bring das Hausbuch! – Muß doch nachsehn, wem

Ich alles schuld’, und was die Zinsen machen.

Ein Sklave bringt Licht und Buch.

Laß sehn: was bin ich schuldig? – Pasias –

Zwölf Pfund! – dem Pasias zwölf? – wofür? – Aha!

Der Goldfuchs, den ich kauft’! – Ein Auge gäb’ ich

Darum, hätt’ ich gespart die goldnen Füchse!

PHEIDIPPIDES im Schlafe.

Philon, das geht nicht! Fahr auf deiner


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