admin am Mrz 29th 2008

Sagen des klassischen Altertums - Index
Die gesamten Sagen des klassischen Altertums als PDF Ebook downloaden (ca. 5.7MB)
Erster Teil
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- Prometheus
- Die Menschenalter
- Deukalion und Pyrrha
- Io
- Phaëthon
- Europa
- Kadmos
- Pentheus
- Perseus
- Ion
- Dädalos und Ikaros
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- Iason und Pelias
- Anlaß und Beginn des Argonautenzuges
- Die Argonauten zu Lemnos
- Die Argonauten im Lande der Dolionen
- Herakles zurückgelassen
- Pollux und der Bebrykenkönig
- Phineus und die Harpyien
- Die Symplegaden
- Weitere Abenteuer
- Iason im Palaste des Aietes
- Medea und Aietes
- Der Rat des Argos
- Medea verspricht den Argonauten Hilfe
- Iason und Medea
- Iason erfüllt des Aietes Begehr
- Medea raubt das Goldne Vlies
- Die Argonauten, verfolgt, entkommen mit Medea
- Weitere Heimfahrt der Argonauten
- Neue Verfolgung der Kolcher
- Letzte Abenteuer der Helden
- Iasons Ende
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- Meleager und die Eberjagd
- Tantalos
- Pelops
- Niobe
- Salmoneus
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- Herakles der Neugeborne
- Die Erziehung des Herakles
- Herakles am Scheidewege
- Des Herakles erste Taten
- Herakles im Gigantenkampfe
- Herakles und Eurystheus
- Die drei ersten Arbeiten des Herakles
- Die vierte Arbeit des Herakles bis zur sechsten
- Die siebente, achte und neunte Arbeit des Herakles
- Die drei letzten Arbeiten des Herakles
- Herakles und Eurytos
- Herakles bei Admetos
- Herakles im Dienste der Omphale
- Die späteren Heldentaten des Herakles
- Herakles und Deïanira
- Herakles und Nessos
- Herakles, Iole und Deïanira. Sein Ende
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- Bellerophontes
- Theseus
- Des Helden Geburt und Jugend
- Seine Wanderung zum Vater
- Theseus in Athen
- Theseus bei Minos
- Theseus als König
- Der Amazonenkrieg
- Theseus und Peirithoos. Lapithen- und Zentaurenkampf
- Theseus und Phädra
- Theseus auf Frauenraub
- Theseus’ Ende
- Die Sage von Ödipus
- Des Ödipus Geburt, Jugend, Flucht, Vatermord
- Ödipus in Theben, heiratet seine Mutter
- Die Entdeckung
- Iokaste und Ödipus strafen sich
- Ödipus und Antigone
- Ödipus auf Kolonos
- Ödipus und Theseus
- Ödipus und Kreon
- Ödipus und Polyneikes
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- Die Sieben gegen Theben
- Polyneikes und Tydeus bei Adrast
- Auszug der Helden. Hypsipyle und Opheltes
- Die Helden vor Theben angekommen
- Menökeus
- Der Sturm auf die Stadt
- Der Brüder Zweikampf
- Kreons Beschluß
- Antigone und Kreon
- Haimon und Antigone
- Kreons Strafe
- Bestattung der thebanischen Helden
- Die Epigonen
- Alkmaion und das Halsband
- Die Sage von den Herakliden
- Die Herakliden kommen nach Athen
- Demophoon
- Makaria
- Die Rettungsschlacht
- Eurystheus vor Alkmene
- Hyllos, sein Orakel und seine Nachkommen
- Die Herakliden teilen den Peloponnes
- Merope und Aipytos
Erstes Buch
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- Trojas Erbauung
- Priamos, Hekabe und Paris
- Der Raub der Helena
- Die Griechen
- Botschaft der Griechen an Priamos
- Agamemnon und Iphigenia
- Abfahrt der Griechen. Aussetzung des Philoktetes
- Die Griechen in Mysien. Telephos
- Paris zurückgekehrt
- Die Griechen vor Troja
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- Ausbruch des Kampfes. Protesilaos. Kyknos
- Palamedes und sein Tod
- Taten des Achill und Ajax
- Polydoros
- Chryses, Apollo und der Zorn des Achill
- Versuchung des Volkes durch Agamemnon
- Paris und Menelaos
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- Pandaros
- Die Schlacht. Diomedes
- Glaukos und Diomedes
- Hektor in Troja
- Hektor und Ajax im Zweikampf
- Waffenstillstand
- Sieg der Trojaner
- Botschaft der Griechen an Achill
- Dolon und Rhesos
- Zweite Niederlage der Griechen
- Kampf um die Mauer
- Kampf um die Schiffe
- Die Griechen von Poseidon gestärkt
- Hektor von Apollo gekräftigt
- Tod des Patroklos
- Jammer Achills
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- Achill neu bewaffnet
- Achill und Agamemnon versöhnt
- Schlacht der Götter und Menschen
- Kampf des Achill mit dem Stromgotte Skamander
- Schlacht der Götter
- Achill und Hektor vor den Toren
- Der Tod Hektors
- Leichenfeier des Patroklos
- Priamos bei Achill
- Hektors Leichnam in Troja
- Penthesilea
- Memnon
- Der Tod des Achill
- Leichenspiele zu Ehren Achills
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- Der Tod des großen Ajax
- Machaon und Podaleirios
- Neoptolemos
- Philoktet auf Lemnos
- Der Tod des Paris
- Sturm auf Troja
- Das hölzerne Pferd
- Die Zerstörung Trojas
- Menelaos und Helena. Polyxena
- Abfahrt von Troja. Ajax des Lokrers Tod
Dritter Teil
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- Agamemnons Geschlecht und Haus
- Agamemnons Ende
- Agamemnon gerächt
- Orestes und die Eumeniden
- Iphigenia bei den Tauriern
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- Telemach und die Freier
- Telemach bei Nestor
- Telemach zu Sparta
- Verschwörung der Freier
- Odysseus scheidet von Kalypso und scheitert im Sturm
- Nausikaa
- Odysseus bei den Phäaken
- Odysseus erzählt den Phäaken seine Irrfahrten (Kikonen. Lotophagen. Zyklopen. Polyphem)
- Odysseus erzählt weiter (Der Schlauch des Äolos. Die Lästrygonen. Kirke)
- Odysseus erzählt weiter (Das Schattenreich)
- Odysseus erzählt weiter (Die Sirenen. Skylla und Charybdis. Thrinakia und die Herden des Sonnengottes. Schiffbruch. Odysseus bei Kalypso)
- Odysseus verabschiedet sich von den Phäaken
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- Odysseus kommt nach Ithaka
- Odysseus bei dem Sauhirten
- Telemach verläßt Sparta
- Gespräche beim Sauhirten
- Telemach kommt heim
- Odysseus gibt sich dem Sohne zu erkennen
- Vorgänge in der Stadt und im Palast
- Telemach, Odysseus und Eumaios kommen in die Stadt
- Odysseus als Bettler im Saal
- Odysseus und der Bettler Iros
- Penelope vor den Freiern
- Odysseus abermals verhöhnt
- Odysseus mit Telemach und Penelope allein
- Die Nacht und der Morgen im Palaste
- Der Festschmaus
- Der Wettkampf mit dem Bogen
- Odysseus entdeckt sich den guten Hirten
- Die Rache
- Bestrafung der Mägde
- Odysseus und Penelope
- Odysseus und Laërtes
- Aufruhr in der Stadt durch Athene gestillt
- Der Sieg des Odysseus
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- Äneas verläßt die trojanische Küste
- Den Flüchtlingen wird Italien versprochen
- Sturm und Irrfahrten. Die Harpyien
- Äneas an der Küste Italiens. Sizilien und der Zyklopenstrand. Tod des Anchises
- Äneas nach Karthago verschlagen
- Venus von Jupiter mit Rom getröstet. Sie erscheint ihrem Sohne
- Äneas in Karthago
- Dido und Äneas
- Didos Liebe betört den Äneas
- Äneas verläßt auf Jupiters Befehl Karthago
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- Der Tod des Palinurus. Landung in Italien. Latinus. Lavinia
- Lavinia dem Äneas zugesagt
- Juno facht Krieg an. Amata. Turnus. Die Jagd der Trojaner
- Ausbruch des Krieges. Äneas sucht bei Euander Hilfe
- Der Schild des Äneas
- Turnus beim Lager der Trojaner
- Nisus und Euryalus
- Sturm des Turnus abgeschlagen
- Äneas kommt ins Lager zurück
- Äneas und Turnus kämpfen. Turnus tötet den Pallas
- Turnus von Juno gerettet. Lausus und Mezentius von Äneas erschlagen
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- Waffenstillstand
- Volksversammlung der Latiner
- Neue Schlacht. Kamilla fällt
- Unterhandlung. Versuchter Zweikampf. Friedensbruch. Äneas meuchlerisch verwundet
- Äneas geheilt. Neue Schlacht. Sturm auf die Stadt
- Turnus stellt sich zum Zweikampf und erliegt. Ende
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- Aktäon
- Prokne und Philomela
- Prokris und Kephalos
- Äakos
- Philemon und Baucis
- Arachne
- Midas
- Hyakinthos
- Atalante
- Zethos und Amphion
- Die Dioskuren
- Melampus
- Orpheus und Eurydike
- Keyx und Halkyone
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admin am Mrz 29th 2008
Nachtrag
Die folgenden vierzehn Stücke hat Gotthold Klee 1881 als Herausgeber der 14.
Auflage der ›Schönste Sagen des klassische Altertums‹ von Gustav Schwab ergänzend
hinzugefügt.
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admin am Mrz 29th 2008
Sechstes Buch
Äneas - Dritter Teil
Waffenstillstand
Die Morgenröte stand über dem Schlachtfelde, das die Trojaner als Sieger innehatten.
Äneas richtete auf einem Hügel ein Siegeszeichen auf. Der Stamm einer riesigen
Eiche, von dem alle Äste abgehauen waren, wurde mit der funkelnden Waffenrüstung
des Feldherrn Mezentius bekleidet: rechts wurde der blutige bebuschte Helm,
die zerbrochenen Speere des Fürsten, sein Panzer, der zwölfmal von Geschossen
getroffen und durchbohrt war, aufgehängt; links der eherne Schild und an seinem
Gurte das Schwert in der Scheide von Elfenbein. Weiterlesen »
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admin am Mrz 29th 2008
Fünftes Buch
Äneas - Zweiter Teil
Der Tod des Palinurus. Landung in Italien. Latinus. Lavinia
Äneas mußte das Ende Didos, das sein Leichtsinn herbeigeführt hatte, obgleich
ihm von den Göttern selbst geboten worden war, sie zu verlassen, mit neuen Irrfahrten
und wiederholten Unglücksfällen büßen. Ein Sturm verschlug ihn rückwärts nach
Sizilien, wo er vom Könige Acestes, dessen Mutter eine Trojanerin war, gütig
aufgenommen wurde und dem Schatten seines Vaters Anchises, welchen er ein Jahr
zuvor bei Drepanum begraben hatte, bei der Wiederkehr dieses Tages herrliche
Leichenspiele feierte. Weiterlesen »
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admin am Mrz 29th 2008
Viertes Buch
Äneas - Erster Teil
Äneas verläßt die trojanische Küste
Seinen Vater Anchises auf den Schultern, seinen Sohn Askanius an der Hand,
geschützt von seiner Mutter Venus, war der trojanische Held Äneas dem Brande
seiner eroberten Vaterstadt entronnen und am Fuße des Idagebirges, wo dieses
in das Meer ausläuft, in der kleinen Hafenstadt Antandrus angekommen. Hier sammelten
sich um ihn befreundete Flüchtlinge in großer Anzahl, Männer, Frauen und Kinder,
lauter unglückliche, des Vaterlands verlustige Menschen, und alle bereit, unter
seiner Anführung eine neue Heimat aufzusuchen. Weiterlesen »
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admin am Mrz 29th 2008
Drittes Buch
Odysseus - Zweiter Teil
Odysseus kommt nach Ithaka
Der Schlummer des Odysseus war süß, aber auch so tief wie der Tod. Das Schiff
flog schnell und sicher dahin, wie ein Wagen mit vier Hengsten durch die Ebene
oder wie ein Habicht durch die Luft fliegt. Es war, als wüßte es, welch einen
Schatz es an dem Manne trage, der in Klugheit mit den Himmlischen wetteiferte
und mehr Leiden erduldet hatte als irgendein Sterblicher. Jetzt aber hatte er
im ruhigsten Schlafe alles vergessen, was er jemals in Schlachten und auf den
Meereswellen Herbes erfahren.
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admin am Mrz 29th 2008
Zweites Buch
Odysseus - Erster Teil
Telemach und die Freier
Die Heimkehr der Griechen von Troja war vollbracht, und so viele der Helden
den Schlachten während des Krieges oder dem Sturm auf der Heimfahrt entronnen
waren, befanden sich jetzt zu Hause, glücklich oder unglücklich. Nur Odysseus,
der Sohn des Laërtes, Ithakas Fürst, war noch auf der Irrfahrt und von einem
seltsamen Schicksale betroffen. Nach mancherlei Abenteuern saß er in der Ferne
auf einer rauhen, mit Wäldern bedeckten, einsamen Insel, mit Namen Ogygia, wo
ihn eine hohe Nymphe, die Göttin Kalypso, die Tochter des Atlas, in ihrer Grotte
gefangenhielt, weil sie ihn zum Gemahl begehrte. Weiterlesen »
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admin am Mrz 29th 2008
Dritter Teil
Erstes Buch - Die letzten Tantaliden
Agamemnons Geschlecht und Haus
Troja war gefallen. Die heimsegelnde Flotte der Hellenen, vom Sturm halb vernichtet,
hatte sich in ihren Überbleibseln wieder zusammengefunden, und auf der beruhigten
See fuhren die Abteilungen der Griechen jede ihrer Heimat zu. Agamemnon, dessen
Schiffe, von der Herrscherin Hera beschützt, keinen Schaden genommen hatten,
steuerte rüstig auf die Küste des Peloponneses los. Weiterlesen »
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Fünftes Buch
Der Tod des großen Ajax
So endigten die Leichenspiele zu Ehren des göttlichen Achill. Von allen Fürsten
des griechischen Heeres hatte nur Odysseus daran keinen Anteil nehmen können,
denn im Kampfe um den Leichnam des Peliden hatte er von dem Trojaner Alkon eine
schmerzliche Wunde erhalten, an der er, obgleich wieder unter die Helden gemischt,
doch noch immer krankte.
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admin am Mrz 29th 2008
Viertes Buch
Achill neu bewaffnet
Beide Heere ruhten jetzt vom hartnäckigen Kampfe. Die Trojaner lösten ihre
Rosse von den Streitwagen, aber noch ehe sie des Mahles gedachten, eilten sie
zur Versammlung. Da standen alle aufrecht im Kreis umher, keiner wagte sich
zu setzen, denn noch bebten sie vor Achill und fürchteten sein Wiedererscheinen.
Endlich sprach der Sohn des Panthoos, der verständige Polydamas, der allein
vorwärts wie rückwärts zu schauen verstand, und riet, nicht auf die Frühe zu
warten, sondern sogleich in die Stadt heimzukehren. »Findet Achill der Gewappnete«,
sprach er, »uns morgen noch hier, dann werden diejenigen froh sein, die ihm
in die Stadt entrinnen; viele aber werden den Hunden und Geiern zum Fraße dienen.
Möge mein Ohr nie von solchem hören! Drum ist mein Rat, die Nacht auf dem Markte
der Stadt mit aller Kriegsmacht zu halten, wo hohe Mauern und feste Tore uns
ringsum beschützen. In aller Frühe sodann stehen wir wieder auf der Mauer; und
wehe ihm, wenn er alsdann, von den Schiffen angestürmt, mit uns um jene zu kämpfen
begehrt.«
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Zweites Buch
Ausbruch des Kampfes. Protesilaos. Kyknos
Die Griechen waren noch mit dem Geleite des Königes Telephos beschäftigst,
als die Tore Trojas sich auftaten und die völlig gerüstete Heeresmacht der Trojaner
unter Hektors Anführung sich über die Skamandrische Ebene ergoß und ohne Widerstand
gegen die Schiffe der sorglosen Achiver anrückte. Die Äußersten im Schiffslager,
die zuerst zerstreut zu den Waffen griffen und den heranziehenden Feinden entgegeneilten,
wurden von der Übermacht erdrückt. Weiterlesen »
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Zweiter Teil
Die Sagen Trojas
Erstes Buch
Trojas Erbauung
In uralten Zeiten wohnten auf der Insel Samothrake, im Ägäischen Meere, zwei
Brüder, Iasion und Dardanos, Söhne des Zeus und einer Nymphe, Fürsten des Landes.
Von diesen wagte Iasion, als ein Göttersohn, seine Augen zu einer Tochter des
Olymp zu erheben, warf eine ungestüme Neigung auf die Göttin Demeter und wurde
zur Strafe seiner Kühnheit von seinem eigenen Vater mit dem Blitze erschlagen.
Dardanos, der andere Sohn, verließ, tief betrübt über den Tod seines Bruders,
Reich und Heimat und ging hinüber auf das asiatische Festland an die Küste Mysiens,
da wo die Flüsse Simois und Skamander vereinigt in das Meer strömen und das
hohe Idagebirge sich nach dem Meere abgedacht in eine Ebene verliert. Hier herrschte
der König Teukros, kretischen Ursprungs, und nach ihm hieß auch das Hirtenvolk
jener Gegenden Teukrer. Weiterlesen »
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admin am Mrz 29th 2008
Sechstes Buch
Die Sieben gegen Theben
Polyneikes und Tydeus bei Adrast
Adrastos, der Sohn des Talaos, König von Argos, hatte fünf Kinder, darunter
zwei schöne Töchter, Argia und Deïpyle. Über diese war ihm ein seltsamer Orakelspruch
geworden: er werde dieselben dereinst einem Löwen und einem Eber zu Gemahlinnen
geben. Vergebens besann sich der König, welchen Sinn dieses dunkle Wort haben
könnte, und als die Mägdlein herangewachsen waren, gedachte er sie so zu vermählen,
daß die ängstliche Wahrsagung auf keine Weise erfüllt werden könnte. Aber das
Götterwort sollte nicht zuschanden werden. Von zweierlei Seiten kamen zwei Flüchtlinge
durch Argos’ Tore. Weiterlesen »
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Fünftes Buch
Bellerophontes
Sisyphos, der Sohn des Aiolos, der listigste aller Sterblichen, baute und beherrschte
die herrliche Stadt Korinth auf der schmalen Erdzunge zwischen zwei Meeren und
zwei Ländern. Für allerlei Betrug traf ihn in der Unterwelt die Strafe, daß
er einen schweren Marmorstein, mit Händen und Füßen angestemmt, von der Ebene
eine Anhöhe hinaufwälzen mußte. Wenn er aber schon glaubte, ihn auf den Gipfel
gedreht zu haben, so wandte sich die Last um, und der tückische Stein rollte
wieder in die Tiefe hinunter. So mußte der gepeinigte Verbrecher das Felsstück
wieder von neuem und immer von neuem emporwälzen, daß der Angstschweiß von seinen
Gliedern floß.
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admin am Mrz 29th 2008
Viertes Buch
Aus der Heraklessage
Herakles der Neugeborne
Herakles war ein Sohn des Zeus und der Alkmene, Alkmene eine Enkelin des Perseus;
der Stiefvater des Herakles hieß Amphitryon, auch er war ein Enkel des Perseus
und König von Tiryns, hatte jedoch diese Stadt verlassen, um in Theben zu wohnen.
Hera, die Gemahlin des Zeus, haßte ihre Nebenbuhlerin Alkmene und gönnte ihr
den Sohn nicht, von dessen Zukunft Zeus den Göttern selbst Großes verkündet
hatte. Weiterlesen »
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admin am Mrz 29th 2008
Zweites Buch: Die Argonautensage
Iason und Pelias
Von Aison, dem Sohne des Kretheus, stammte Iason ab. Sein Großvater hatte in
einer Bucht des Landes Thessalien die Stadt und das Königreich Iolkos gegründet
und dasselbe seinem Sohne Aison hinterlassen. Aber der jüngere Sohn, Pelias,
bemächtigte sich des Thrones; Aison starb, und Iason, sein Kind, war zu Chiron
dem Zentauren, dem Erzieher vieler großer Helden, geflüchtet worden, wo er in
guter Heldenzucht aufwuchs. Weiterlesen »
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admin am Mrz 29th 2008
Drittes Buch
Meleager und die Eberjagd
Öneus, der König von Kalydon, brachte die Erstlinge eines mit besonderer Fülle
gesegneten Jahres den Göttern dar; der Demeter Feldfrüchte, dem Bakchos Wein,
Öl der Athene und so jeder Gottheit die ihr willkommene Frucht, nur Artemis
wurde von ihm vergessen, und ihr Altar blieb ohne Weihrauch. Dies erzürnte die
Göttin, und sie beschloß, Rache an ihrem Verächter zu nehmen. Ein verheerender
Eber wurde von ihr auf die Fluren des Königes losgelassen. Glut sprühten seine
roten Augen, sein Nacken starrte; aus dem schäumenden Rachen schoß es ihm wie
ein Blitzstrahl, und seine Hauer waren gleich riesigen Elefantenzähnen. Weiterlesen »
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admin am Mrz 29th 2008
Drittes Buch
Pandaros
Auf dem Olymp war eine große Götterversammlung: Hebe wandelte an den Tischen
umher und schenkte Nektar ein. Die Götter tranken einander aus goldenen Pokalen
zu und schauten auf Troja nieder. Da ward von Zeus und Hera Trojas Untergang
beschlossen. Der Vater der Götter wandte sich zu seiner Tochter Athene und befahl
ihr, auf den Kampfplatz hinabzueilen und die Trojaner zu versuchen, daß sie
die auf ihren Sieg stolzen Griechen wider den Vertrag zu beleidigen anfingen. Weiterlesen »
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admin am Mrz 29th 2008
Prometheus
Himmel und Erde waren geschaffen: das Meer wogte in seinen Ufern, und die Fische spielten darin; in den Lüften sangen beflügelt die Vögel; der Erdboden wimmelte von Tieren. Aber noch fehlte es an dem Geschöpfe, dessen Leib so beschaffen war, daß der Geist in ihm Wohnung machen und von ihm aus die Erdenwelt beherrschen konnte. Weiterlesen »
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admin am Mrz 28th 2008
Hans Christian Andersen
Däumelinchen
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Es war einmal eine Frau, die sich sehr nach einem kleinen Kinde sehnte, aber sie wußte nicht, woher sie es nehmen sollte. Da ging sie zu einer alten Hexe und sagte zu ihr: »Ich möchte herzlich gern ein kleines Kind haben, willst du mir nicht sagen, woher ich das bekommen kann?«
»Ja, damit wollen wir schon fertig werden!« sagte die Hexe. »Da hast du ein Gerstenkorn; das ist gar nicht von der Art, wie sie auf dem Felde des Landmanns wachsen oder wie sie die Hühner zu fressen bekommen; lege das in einen Blumentopf, so wirst du etwas zu sehen bekommen!«
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admin am Mrz 28th 2008
Hans Christian Andersen
Aufgeschoben ist nicht aufgehobenEs lag einmal ein altes Schloß mit sumpfigen Gräben und einer Zugbrücke; die war häufiger aufgezogen als herabgelassen; nicht alle Gäste, die kommen, sind angenehm. Unter dem Dachfirst waren Öffnungen, durch die man hinausschießen und hin und wieder auch kochendes Wasser, ja geschmolznes Blei auf den Feind herabgießen konnte, wenn der zu nahe kam. Drinnen waren die Räume hoch, und das war gut für den vielen Rauch, der aus dem Kaminfeuer aufstieg, in dem die großen, nassen Holzscheite lagen. An den Wänden hingen Bilder von geharnischten Männern und von stolzen Frauen in steifen Kleidern; die stolzeste von ihnen allen ging hier drinnen lebendig umher, sie hieß Mette Mogens und war Herrin im Schloß. Weiterlesen »
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admin am Mrz 28th 2008
Anne Lisbeth
Anne Lisbeth war wie Milch und Blut, jung, frisch und fröhlich, wunderschön sah sie aus, blendend weiße Zähne, klare Augen hatte sie, leicht war ihr Fuß im Tanze und ihr Sinn noch leichter! Was kam aber dabei heraus? “Ein häßlicher Bube!” Nein, schön war er nicht!” Er wurde bei der Frau des Feldarbeiters “abgegeben”. Anne Lisbeth kam ins gräfliche Schloß, saß dort im Prunkzimmer, angetan mit Sammet und Seide, kein Wind durfte sie anwehen, niemand ihr ein hartes Wort sagen, hätte ihr das doch Schaden bringen können, und das dufte ja nicht sein. Weiterlesen »
Seiten: 1 2 3 4 5
Filed in Märchen | Kein Kommentar bis jetzt
admin am Mrz 28th 2008
Am äußersten MeerEin paar große Schiffe waren hoch hinauf nach dem Nordpol ausgesandt, um zu erforschen, wie weit das Land dort in das Meer reichte und festzustellen, wie weit Menschen dort vordringen könnten. Schon seit Jahr und Tag waren sie unter großen Beschwerlichkeiten zwischen Nebel und Eis dort oben umher gesteuert. Nun hatte der Winter begonnen, die Sonne verschwand, lange, lange Wochen würden hier zu einer einzigen Nacht werden. Weiterlesen »
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admin am Mrz 28th 2008
Alles am rechten Platz
Es ist über hundert Jahre her.
Da lag hinter dem Walde an dem großen See ein alter Herrenhof, der war rings von tiefen Gräben umgeben, in denen Kolbenrohr, Schilf und Röhricht wuchsen.
Drüben vom Hohlwege herüber erklangen Jagdhornruf und Pferdegetrappel, und deshalb beeilte sich das kleine Gänsemädchen, die Gänse auf der Brücke zur Seite zu treiben, ehe die Jagdgesellschaft herangaloppiert kam. Weiterlesen »
Seiten: 1 2 3 4
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admin am Mrz 28th 2008
Am Stillen Ocean
Reiseerzählungen
Karl May - Am Stillen Ocean - PDF Download
Der Ehri
Erstes Kapitel
Potomba
Ein heiterer, wolkenloser Himmel breitete sich über uns aus; aber das strahlende
Licht der Sonne vermochte die finstern Schatten nicht zu verscheuchen, welche
auf den Zügen der wackern Seeleute lagen, die mit mir um das lodernde Feuer
saßen, an welchem wir unser Mittagsmahl bereiteten.
Vor uns lag der niedrige Strand, von drei scharfen, gefährlichen Korallenringen
umgeben, außerhalb deren die See ihre weiten, glänzenden Wogen wälzte, während
zwischen ihnen und der Küste das Wasser so unbewegt lag, als habe nie ein Sturm
in diesen sonnendurchglühten Breiten getobt. Hinter uns stieg das Land zur Höhe,
hier und da von grünen Eucalyptussträuchern, dichten Melaleuceen (Theebäumen)
und Gruppen von Callitrisconiferen bestanden, unter und zwischen denen zahlreiche
Akazia und Weiterlesen »
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admin am Mrz 27th 2008
Am Rio de la Plata
Karl May - Am Rio de la Plata - Download als PDF Ebook
ERSTES KAPITEL
In Montevideo
Ein kalter Pampero strich über die meerbusenartige Mündung des La Plata herüber und bewarf die Straßen von Montevideo mit einem Gemisch von Sand, Staub und großen Regentropfen. Man konnte nicht auf der Straße verweilen, und darum saß ich in meinem Zimmer des Hotel Oriental und vertrieb mir die Zeit mit einem Buche, dessen Inhalt sich auf das Land bezog, welches ich kennen lernen wollte. Es war in spanischer Sprache geschrieben, und die Stelle, bei welcher ich mich jetzt befand, würde in deutscher Uebersetzung ungefähr lauten:
»Die Bevölkerung von Uruguay und der argentinischen Länder besteht aus Nachkommen der Spanier, aus einigen nicht sehr zahlreichen Indianerstämmen und aus den Gauchos, welche zwar Mestizen sind, sich aber trotzdem als Weiße betrachten und sich stolz auf diesen Titel fühlen. Sie vermählen sich meist mit indianischen Frauen und tragen dadurch das Ihrige bei, die Bevölkerung des Landes wieder den Ureinwohnern zu nähern«. Weiterlesen »
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admin am Mrz 27th 2008
Am Jenseits
Karl May - Am Jenseits - Download als PDF Ebook
Eine Kijahma
“Sihdi, es war doch immer wunderschön, wenn wir beide, auf unsern unvergleichlichen Pferden sitzend, so ganz allein, von keinem fremden Menschen begleitet, immer hinein in Allahs schöne Welt ritten, wohin es uns gefiel! Diese Weit gehörte uns, denn da wir keine Seele bei uns hatten, konnte niemand sie uns streitig machen. Wir taten, was wir wollten, und unterließen, was uns nicht gefiel; wir waren unsere eigenen Herren, denn wenn es jemanden gab, dem wir zu gehorchen hatten, so bestand dieser Jemand aus zwei Personen, nämlich aus mir und aus dir. Ich bin mir da oft als der Gebieter des ganzen Erdkreises vorgekommen und habe die unersteigbaren Höhen meines Ruhmes aus den Tiefen meines Selbstbewußtseins hervorgeholt, um in andachtsvoller Bewunderung an ihnen emporzuklimmen und dann fröhlich wieder herabzusteigen. Weiterlesen »
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