1001. Nacht

admin am Dez 22nd 2011


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neben ihrem Bett schlafen. Da bemächtigte sich seiner die Wut. Er tötete sie beide, nahm sie dann bei ihren Füßen und warf sie zum Bett hinab. Ohne sich weiter aufzuhalten, machte er sich sodann auf die Reise, und kam glücklich bei seinem Bruder an, welcher sich sehr freute, ihn wieder zu sehen. Er ließ ihn in ein prächtiges Schloss, welches neben dem seinigen lag, einkehren, aus welchem er auch in den Garten seines Bruders sehen konnte.

Hier war er bereits einige Tage, als die Erinnerung an die Tat seiner Gemahlin ihm von neuem ins Gedächtnis kam. Er bedachte, wie er sie getötet, und wie sein hoher Stand ihn nicht vor einem Missgeschick der Art hatte bewahren können. Dies alles machte einen so tiefen Eindruck auf ihn, dass er zuletzt weder Speise noch Trank zu sich nahm, und wenn er auch etwas noch genoss, so gedieh es ihm nicht. Sein Bruder bemerkte es zwar, schrieb es indessen dem Schmerz über die Trennung von seiner Familie zu. “Komm,” sagte er eines Tages zu ihm, “Du musst Dich zerstreuen. Wir wollen auf die Jagd und auf den Fischfang gehen.” Allein er lehnte es ab, und der König ging allein auf die Jagd. Als nun der zurückgebliebene Bruder einmal aus seinem Fenster in das Garten hinab sah, da erblickte er die Gemahlin seines Bruders, und bemerkte, dass sie von zehn Sklavinnen begleitet war, denen zehn Sklaven folgten. Jede von ihnen ging mit einem Sklaven von dannen, und auch die Gattin seines Bruders nahm einen mit sich, und alle brachten ihre Zeit auf die ausschweifendste Art zu. Hierauf gingen sie wieder ins Schloss zurück. Der Bruder des Königs war darüber äußerst erstaunt, und ihm dünkte sein Unglück erträglicher, da sein Bruder dasselbe Schicksal mit ihm teilte. Seine Krankheit nahm nun ab, und die Esslust fand sich wieder ein. Nach einigen Tagen kehrte der Bruder zurück, und fand zu


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